Wenn eine Arztpraxis ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, ist das auch ein Zeichen des Vertrauens, das sich von "Patient zu Patient" übertragen hat. Das war zum 50. Geburtstag der internistischen Gemeinschaftspraxis Dr. Gerhard Zahner und Dr. Hans-Georg Zahner öfter zu hören.
Am 1. Oktober 1971 eröffnete Georg Zahner in der Egerländerstraße 247 seine Praxis damals noch mit der Bezeichnung "Praktischer Arzt". Mit Änderung der Weiterbildungsordnung erhielt er die Bezeichnung Allgemeinarzt. Nach dem Abitur hatte er in Erlangen studiert, dazu noch jeweils ein Semester Medizin in Innsbruck und Wien.
Es folgten die Assistentenzeit im Krankenhaus Neustadt/WN sowie die Approbation und Promotion im Jahr 1970. Noch heute erinnert sich Georg Zahner an seine ersten Patienten, die er im Krankenhaus Neustadt behandelt hatte. Mit Beginn der Tätigkeit in der eigenen Praxis war er auch bei der Versehrtensportgruppe des SV Altenstadt ärztlich tätig. Dank einer Fortbildung durfte er die Zusatzbezeichnung Sportmediziner führen.
Ultraschall als neuester Schrei
Ab 1978 untersuchte Georg Zahner im Bedarfsfall seine Patienten mit dem seinerzeit brandneuen Ultraschallgerät. Zweifelsfrei steht fest, dass sich die in den Praxen zu verwendende Technik in den Jahren seit der Eröffnung der Arztpraxis erheblich verändert hat. "Mit den neuen Techniken hat sich auch das Anspruchsdenken der Patienten verändert", hat der Mediziner beobachtet.
1990 erfolgte der Umzug in die neuen Praxisräume in der Kirchenstraße. Damals stellte die Praxis als eine der ersten in der Region auf Computer um. 2004 stieg Sohn Hans-Georg in die Praxis ein. Er war nach dem Studium in Regensburg und Erlangen viele Jahren im Krankenhaus Weiden Facharzt für Innere Medizin und brachte nach den Worten seines Vaters "frischen Wind und moderne Medizin" ein.
Der Beruf des Mediziners ist in der Familie allgegenwärtig. Sohn Martin ist Facharzt für Innere Medizin und Notfallmedizin. Er ist Oberarzt im Klinikum St. Marien in Amberg, die Ehefrau von Hans-Georg Zahner, Dr. Andrea Zottmann-Zahner ist Allgemeinärztin in Neustadt.
Gute Geister im Hintergrund
Die Assistentinnen Alexandra Gleißner und Natalia Schönknecht haben als Lehrlinge in der Altenstädter Praxis begonnen. Und ohne deren Leistungsbereitschaft ginge es nicht, betont Georg Zahner.
Doch wie sieht es mit der ärztlichen Versorgung auf dem Land in Zukunft aus? Zahner spricht sich für eine verbesserte Förderung von Doppel- und Mehrfachpraxen aus, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Wichtig sei aber für junge Ärzte auch, dass ein Ort familienfreundlich sei. Schulen oder ein Gymnasium sollten in unmittelbarer Nähe sein.
Georg Zahner befürwortet, mehr Abiturienten zum Medizinstudium zuzulassen, um den Bedarf zu decken. Medizin werde weiblicher. Mädchen hätten oft bessere Noten, erhielten eher eine Zulassung, hätten dann aber später eine Familie und arbeiteten Teilzeit. Auch das sei ein Grund für Ärztemangel.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.