03.12.2019 - 18:28 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Arbeiten am Klärschlammproblem

Die SPD-Gemeinderatsfraktion besucht mit Bürgermeister Ernst Schicketanz die Kläranlage in Altenstadt. Klärwärter Härtl erläutert die Anlage und ihre modernste Technik aber auch künftige Herausforderungen.

Bei einem Besuch in der Kläranlage überzeugt sich die SPD-Gemeinderatsfraktion von der hervorragenden Ausstattung der Anlage . Bürgermeister Ernst Schicketanz sprach von "Investitionen in die Zukunft".
von Werner SchmolaProfil

. "An einem normalen Tag werden bis zu 3000 Kubikmeter Abwasser in der Anlage gereinigt", berichtete Klärwärter Josef Härtl. Bei Starkregen seien es bis zu 20.000 Kubikmeter. "Die Anlage ist für 30.000 Bewohner ausgelegt, im Moment sind zirka 8000 angeschlossen."

Neben Josef Härtl sind zwei weitere Vollzeitkräfte für die Kläranlage und 16 Hebewerke zuständig. Bürgermeister Schicketanz, der derzeitige Vorsitzende des Abwasserzweckverbandes, zu dem die Anlage gehört, berichtete über die Investitionen der vergangenen Jahre. So wurden in den letzten Jahren über drei Millionen Euro in die Kläranlage investiert. Besonders die energetischen Sanierungen lagen dabei im Fokus. So wurden rund zwei Millionen Euro in die Restauration der beiden Faultürme gesteckt, die ähnlich wie eine Biogasanlage Brenngas produzieren, die in den neuen Blockkraftheizwerken Strom produzieren. Auch wurden etwa 70.000 Euro in neue Photovoltaikanlagen investiert, sodass die Kläranlage teilweise mehr Strom produziert als sie verbraucht.

Härtl ging auch auf die Problematik der Klärschlammentsorgung ein. So werde es immer schwerer diesen zu entsorgen. Hier nimmt der Abwasserzweckverband jedoch an einem Programm des ZTKS (Zweckverband thermische Klärschlammverwertung in Schwandorf) teil, was dieses Problem in Zukunft lösen soll. Der Klärwärter berichtete außerdem, dass die Effizienz der Reinigung in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden konnte, und der Abwasserzweckverband erst vor kurzem wieder für die Qualität des abgeleiteten Wassers gelobt worden sei.

Die Besucher fassten zusammen, dass bei einer besseren Qualität des geklärten Wassers, das in die Waldnaab geleitet wird, und modernerer Technik, die den Energiebedarf senken und noch mehr Strom erzeugt wird, die Betriebskosten der Kläranlage gesenkt werden konnten. Diese Senkung konnte der Gemeinderat in der letzten Sitzung an die Bürger weitergeben. Sie zeigten sich beeindruckt und stolz auf die professionelle Führung der Kläranlage durch die Mitarbeiter. Bürgermeister Schicketanz machte deutlich, dass die Kläranlage und das Abwassernetz, das regelmäßig erneuert wird, einer der größten Schätze der Gemeinde seien.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.