06.03.2020 - 10:29 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Bürgermeisterkandidat Bernhard Pscheidt stellt Ziele vor

Bürgermeisterkandidat Bernhard Pscheidt will vor allem mehr Bürgerbeteiligung. Das machte er bei der Vorstellung seines Programms in der "Wirtschaft" deutlich.

Bürgermeisterkandidat Bernhard Pscheidt präsentiert das Wahlprogramm der "Wirtschaft".
von Johann AdamProfil

Zu den Projekten, bei denen die Bürger mehr mitreden sollen, gehören für Pscheidt die Umgestaltung des Julius-Meister-Wegs sowie Sanierung oder Neubau des Leichenhauses. Gerade das Leichenhaus sei eine hochemotionale Angelegenheit. Daher müsste die Bevölkerung früh eingebunden werden. "Wir fordern außerdem viel mehr Transparenz. Es kann nicht sein, dass so wichtige Themen wie ein Verkehrskonzept rund um die Hauptstraße nicht im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung behandelt wird. Die meisten öffentlichen Sitzungen dauern nur Minuten, die nicht öffentlichen Sitzungen dagegen Stunden."

Das Programm heißt "Das hat Zukunft". Pscheidt: "Wir wollen aufhören, Dinge immer schlechtzureden. Anträge zu torpedieren, nur weil sie nicht von uns sind, ist nicht unsere Art, lieber senden wir positive Signale, arbeiten zusammen und tragen tolle Vorschläge gerne mit."

Ein gutes Beispiel für Bürgerbeteiligung sei die Neugestaltung des Kapellenplatzes in Meerbodenreuth, auch wenn die Freie-Wähler-Fraktion einen anderen Vorschlag vorgelegt habe. Pscheidt versprach: "Für die bessere Einbindung der Jugend werden wir einen Jugendrat initiieren, der die Belange der jungen Altenstädter in den Gemeinderat bringt."

Weitere Themen waren die Ausweisung eines neuen Bau- und Gewerbegebiets in der Sauernlohe und innerörtliche Brachflächen. Der Komplex Altlasten müsse weiter am Kochen bleiben. "Wir von der FWG haben in den letzten Wochen schon mehr erreicht, als in den letzten Jahren geschehen ist. Jetzt ist die Kommune am Zug und muss festlegen, was wir daraus entwickeln wollen."

Daneben forderte Pscheidt mehr Grün auf öffentlichen Flächen und für die Sauernlohe ein nachhaltiges Konzept, etwa verpflichtend Photovoltaik-Anlagen auf den Firmendächern oder eine zentrale Wärmeversorgung durch in der Region nachwachsende Rohstoffe.

Wie man in Schwarzenbach, Störnstein oder Denkenreuth sehen könne, sie die Einrichtung eines Bürgertreffs eine Erfolgsgeschichte. Auch in Altenstadt solle es so einen Raum oder ein Haus geben. "Dort kann ein Miteinander entstehen durch Kommunikation untereinander, durch soziale und kulturelle Veranstaltungen."

Ein gemeinnütziges Bürgernetzwerk soll eine Plattform für Freiwilligenarbeit schaffen. "Wer kann was? Wer bietet was an? So kommen wir miteinander ins Gespräch und lernen uns kennen. Unter der Organisation der Gemeindeverwaltung soll es Tandempartner geben. Das sind Tutoren für Mitmenschen, die Unterstützung brauchen. Wir werden beantragen, dass in unserer Finanzplanung eine feste Haushaltstelle für einen Bürgerhaushalt geschaffen wird. Dieses Budget ist alleine für Anträge der Bürgerschaft da. Sie können als Bürger so direkt ein Projekt anstoßen, das uns als Gemeinde mit Zukunft weiterbringt. Über die Realisierung diese Projekte entscheidet nach Antragsstellung der Gemeinderat."

Pscheidt unterstrich, dass die Freien Wähler auch Anträge anderer Parteien unterstützen, wenn diese gut seien. "Die Erfolge des Gemeinderats bleiben Erfolge für Altenstadt und nicht die einer Partei. Erst recht nicht, wenn diese Partei diese Vorschläge und Anträge gar nicht gemacht hat", schloss er.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.