17.06.2019 - 18:17 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Gemeinde Altenstadt/WN weist neues Gewerbe- und Wohngebiet in Richtung Schätzlerbad und A 93 aus

Seit vielen Jahren bemüht sich die Gemeinde Altenstadt/WN um ein neues Gewerbe- und Baugebiet an der B 22. Jetzt sind offenbar alle Hürden ausgeräumt.

Rechts der Bundesstraße 22 zwischen Altenstadt und Weiden entstehen in der Sauernlohe ein Gewerbe- und angrenzend ein Mischgebiet, in dem auch eine Wohnbebauung ermöglicht wird. Der gesamte Verkehr von und zur B 22 wird über eine Ampel geregelt.
von Martin Staffe Kontakt Profil

Schon in seiner nächsten Sitzung im Juli befasst sich der Gemeinderat mit dem Bebauungsplan Sauernlohe. Direkt an der Bundesstraße 22 sollen in Richtung Autobahn und Schätzlerbad das 14,5 Hektar große Gewerbe- und Mischgebiet ausgewiesen werden, erzählt amtierender Bürgermeister Konrad Adam. Nur etwa ein Hektar befindet sich im Gemeindebesitz, der Rest gehört Privatleuten.

Knackpunkt ist die Erschließung. Hier hat die Kommune einen Kompromiss mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach gefunden, bestätigt Baudirektor Gerhard Kederer. Der sieht zwei Ampeln vor: eine bei der Ein- und Ausfahrt Egerländerstraße und die zweite etwa 150 Meter weiter in Richtung Weiden.

Hier muss der gesamte Verkehr aus dem Gewerbe- und dem sich daran anschließenden Mischgebiet vorbei. Dafür wird die bisherige Zufahrt Sauernlohe zu den drei bestehenden Wohnhäusern geschlossen. "Das ist ein Wermutstropfen", bedauert der zweite Bürgermeister.

"Das ist keine Ideallösung, aber damit kann und muss man leben", räumt Kederer ein. Eine höhenfreie Ausfahrt aus der Egerländerstraße sei wegen der dichten Bebauung nicht möglich. "Da kommen wir mit der Geometrie nicht hin." Die Behörde möchte einerseits den Verkehrsfluss nicht beeinträchtigen, andrerseits aber auch die Gemeinde nicht in ihrer Entwicklung einschränken, beschreibt er das Dilemma des Bauamts. Daher habe es sich auf die Ampellösung eingelassen. Beide Lichtzeichenanlagen würden kombiniert und zusammengeschaltet. Involviert war auch ein Münchener Verkehrsbüro.

Das rund zehn Hektar große Gewerbegebiet beginnt bei der Grüngutdeponie, die der Stadt Neustadt gehört, aber nicht mit in den Bebauungsplan aufgenommen wird. Der Grund: Sie ist ein Biotop. Ebenfalls unberührt bleibt die große Altlastenfläche, auf der sich früher die Gärtnerei Punzmann befunden hat.

An das Gewerbeareal schließt sich ein Mischgebiet an, um laut Adam eine Wohnbebauung zu ermöglichen. Nicht beeinträchtigt würden das Schätzlerbad und die Dürrschweinenaab. Ebenso bleibe der gesamte Wald erhalten.

Das Vorhaben ist den Anliegern bereits vorgestellt worden. Diese meldeten etliche Bedenken und Anregungen an. Jetzt müsse der Gemeinderat entscheiden, inwieweit diese berücksichtigt werden könnten, sagt Adam.

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