27.02.2020 - 10:57 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Heimatverein Altenstadt besucht Agneskloster

Es war das bislang weiteste Ausflugsziel der Heimatvereins. Der Anlass ist eine einmalige Ausstellung zum Thema „Schöne Madonnen“ im Agneskloster Prag.

Eine niveauvolle Führung erleben die rund 40 Teilnehmer der Fahrt des Heimatvereins im Agneskoster Prag unter der Leitung von Dr. Marius Winzeler.
von Rainer ChristophProfil

Die Idee dazu hatten Gabriele und Burkhard Hagemann. 39 Teilnehmer um Vorsitzenden Thomas Hösl fuhren mit. Im einzigen kubistischen Café der Welt in der Nähe des Pulverturms war Mittagspause. Vorstandsmitglied Rainer Christoph betätigte sich als Stadtführer.

Höhepunkt war anschließend die persönliche Führung mit dem Leiter für Alte Kunst der Prager Nationalgalerie, Marius Witzeler, durch die Ausstellung im Kloster an der Moldau. Der Schweizer Kunsthistoriker zeigte den Altenstädtern zunächst die Dimension des großen gotischen Klosterareals mit seiner Geschichte auf. Das Agneskloster zählt zu den bedeutendsten gotischen Bauten Prags. Es wurde in den 30er Jahren des 13. Jahrhunderts von der Přemysliden-Prinzessin, der Heiligen Agnes von Böhmen, gemeinsam mit ihrem Bruder, König Wenzel I., gegründet.

Berühmt ist die um 1400 entstandene Darstellung der liebreizenden Muttergottes. Typisch dafür sind fließende Gewänder, das nackte Jesuskind im Arm oder die elegant geschwungene Körperhaltung. Dieser Typus, der durch die international orientierte Hofkunst von Karl IV. und seinem Sohn Wenzel IV Form erlangte, wurde stark von theologischen Strömungen des damaligen Jahrhunderts geprägt. Die Ausstellung umfasst Schlüsselwerke des schönen Salzburger Stils, von denen manche erst in den letzten Jahren entdeckt wurden.

Die Anmut und Schönheit, aber auch die ikonografischen Unterschiede, die scheinbare Natürlichkeit und Stilisiertheit dieser Bildhauerwerke boten auf der Ausstellung ein ästhetisches Erlebnis. Vertieft wurde die Ausstellung mit Tafelbildern aus Burg Karlstein, Madonnen und Heiligendarstellungen und Flügelaltären aus Klöstern und Kirchen. Die Ausstellung endet Anfang April.

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