08.08.2019 - 15:49 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Klärungsbedarf zu „Sauernlohe“

Das Baugebiet „Sauernlohe“ steht im Mittelpunkt der Sitzung. Nicht zuletzt deswegen ist eine größere Anzahl an Zuhörern im Gemeinderat Altenstadt zu Gast.

von Redaktion ONETZ Kontakt Profil

Die Gemeinde plant die Ausweisung des 16,3 Hektar großen reinen Gewerbegebiets und urbanen Gebiets „Sauernlohe“, das aus 26 Einzelgrundstücken und sechs weiteren Teilflächen besteht. Es wird im Norden durch das Gewerbegebiet an der Jahnstraße, im Osten durch die Bundesstraße 22, im Süden durch landwirtschaftliche und im Westen durch forstwirtschaftliche Nutzflächen begrenzt. Grundsätzlich zeigten sich alle Fraktionen über den Verfahrensbeginn einverstanden und erfreut. In einer längeren Diskussionsphase sahen jedoch CSU-Gemeinderäte noch Hindernisse und Klärungsbedarf.

Ralph Bauer sprach von einer dauerhaften Prägung des Ortsbildes in diesem Baugebiet. Die Gemeinde habe dort aber mit nur etwa acht Prozent zu wenig Grundstücke für eine sichere Planung in Besitz, die außerdem wohl für den Straßenbau verwendet würden. Um für eine gesicherte spätere Entwicklung wesentlichen Einfluss nehmen zu können, müsse die Gemeinde als Mehrheitseigentümerin dieser Fläche auftreten. Er forderte daher nach den Aufstellungsbeschlüssen das Einholen von Fachexpertisen und vor allem den Ankauf von 50 Prozent der Gesamtfläche, ehe weitere Planungen erfolgen und Finanzmittel gegeben werden.

Dem schloss sich auch Andreas Greiner an. Einerseits freue es ihn, dass nach zehn Jahren dieses Gewerbegebiet auf den Weg komme, andererseits bemängelte er, dass es trotz bereit gestellten Haushaltsmitteln nicht gelungen sei, hier Flächen zu erwerben. Bei einer Investition von sechs bis acht Millionen Euro sollte die Vermarktung nicht in privater Hand sein, sondern die Gemeinde Einfluss darüber haben, ob, an wen und zu welchem Preis verkauft werde. Zudem sollte die Flächenversiegelung möglichst gering gehalten werden.

Christian Schramek (SPD) war der Meinung, man habe nicht einfach in den letzten Jahren vogelwild Grundstücke aufkaufen können in der Hoffnung, dass die Fläche als Gewerbegebiet ausgewiesen werde. Bei den Gesprächen mit Verkaufswilligen müssten auch der Haushalt und ökonomische Vernunft beachtet werden. Konrad Adam (FW) nannte die Forderung von 50 Prozent Gemeindeflächen utopisch und warnte vor einer Selbstblockade, wenn die Gemeinde das Verfahren nun nicht in Gang setze.

Bürgermeister Ernst Schickedanz erklärte, er könne zwecks Grunderwerb dann auf die Besitzer zugehen, wenn klar sei, welche Flurstücksnummern zur Gesamtfläche gehören. Auch im Gewerbegebiet Haidmühle habe nicht alles die Gemeinde erworben. Diese könne im Bebauungsplan noch viele Einzelheiten regeln. Außerdem lande jeder Grundverkauf im Gemeinderat. Er wisse nun, in welchem Gebiet er loslegen könne und das werde er auch tun.

Schließlich fasste der Gemeinderat hierzu einstimmige Beschlüsse. Um einen Bebauungsplan „Sauernlohe“ aufzustellen, sind ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde und zur Schaffung von neuen Bauflächen ein Parallelverfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans nötig. Dies soll das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Weiden übernehmen. Im Anschluss an die öffentliche Sitzung wurde mit dem Ingenieurbüro Altmann, Cham, ein Vertrag bezüglich der Projektierung abgeschlossen.

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