14.06.2018 - 15:33 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Klares Nein für Wasserfontänen

Was passiert weiter auf dem alten Pfarrplatz nach dem Bürgerbegehren. Wie die jetzt Fläche gestaltet wird, wurde nun beschlossen. Was durchaus eilig ist, da am Mittwoch die Bauarbeiten begonnen haben.

Die Baumaschinen sind angerollt. Die Umgestaltung des alten Pfarrplatzes hat am Mittwoch begonnen. Intensiv beschäftigte sich auch der Gemeinderat am Abend wie die Fläche auf der der Brunnen entstehen sollte, gestaltet werden soll.
von Johann AdamProfil

(adj) Nachdem die Bürger sich beim Bürgerentscheid gegen einen Brunnen mit Wasserfontänen entschieden haben, diskutierte der Gemeinderat über das weitere Vorgehen in Sachen alter Pfarrplatz. Alle beschlossenen Maßnahmen wie Bänke, Bäume oder Fahrradständer bleiben bestehen.

Im Mittelpunkt stand dabei die Fläche, die für die "Wasserspiele" vorgesehen war. Der Fraktionsvorsitzende der SPD brachte den Vorschlag, das Pflaster auf gleicher Höhe durchzuziehen. Später gäbe es dann die Möglichkeit, weiter gestalterisch tätig zu werden. Dabei könnten sich die im Bauabschnitt II (Julius-Meister-Weg) geplanten Arbeitskreise auch mit einer Weiterentwicklung des Pfarrplatzes beschäftigen. Bernhard Pscheidt (Freie Wählergemeinschaft) bedankte sich bei den Bürgern für ihre Beteiligung. Er erklärte, dass seine Fraktion geneigt ist, sich dem Vorschlag der SPD anzuschließen. Denn er lasse "für die Zukunft alle Möglichkeiten offen".

Dank an Bürger

Michael Eismann (Freie Wähler) schlug vor,die Anordnung der Bäume und Bänke zu überdenken. Bürgermeister Ernst Schicketanz erklärte, dass die Platzierung von Bänken durchaus nicht feststehe. Dominik Baschnagel (CSU) dankte ebenfalls den Bürgern, die sich an der Abstimmung beteiligt hatten. Der alte Pfarrplatz soll nach Meinung der CSU zu einem "Identifikationspunkt für die Menschen in der Gemeinde" werden. Er wolle deshalb keinen Schnellschuss. Er schlug vor, die Bürger zu befragen, was sie wollen.

"Sie könnten Vorschläge ins Rathaus bringen", über die man dann schnell beraten müsse. Ein Pflaster für den ganzen Platz ist ihm zu wenig. Für Baschnagel ist klar, dass das Pflaster nur ein Provisorium sein kann. Claudia Plödt (Freie Wähler) sagte, dass der Pfarrplatz bisher von den Bürgern nicht als ein schöner Ort der Begegnung gesehen werde.

"Die Bürger müssen den Platz erst für sich in Besitz nehmen. Dazu gehört zunächst die Gestaltung mit dem Pflaster." Auch Planer Stiefler wertete das geplante Pflaster nicht als Provisorium. Es lasse die Möglichkeiten, den Platz später nachzurüsten. Bernhard Pscheidt (Freie Wähler) stellte die Frage, warum Baschnagel (CSU) jetzt plötzlich eine Bürgerbeteiligung wolle. Vorher sei er davon nicht begeistert gewesen. Baschnagel entgegnete: " wir versuchen zu lernen und wollen nun keine schnelle Entscheidung, die von denen gefordert wird, die uns vorgeworfen haben, dass wir gegen eine Bürgerbefragung waren".

Zwei Alternativen

Nach der Diskussion standen zwei Alternativen zur Abstimmung. Den Vorschlag der CSU auf eine schnelle Bürgerbefragung lehnten die Fraktionen der SPD und der Freien Wähler gegen die sieben Stimmen er CSU-Fraktion ab. Dem zweiten Vorschlag der Fraktion der SPD auf durchgehendes Pflaster mit einer optischen Abgrenzung zur restlichen Fläche stimmten die Fraktionen der SPD und Freien Wähler sowie Andreas Greiner und Gabriele Hagemann (beide CSU) zu.

Die Baumaschinen sind angerollt

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