04.11.2019 - 18:46 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Leistungswettbewerb: Bayerns beste Gesellen geehrt

103 Landessieger sind beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks auf Bayernebene in Veitshöchheim ausgezeichnet worden. Unter den Gewinnern sind auch zwei junge Handwerker aus der nördlichen Oberpfalz.

20 Gesellen aus Ostbayern haben bayernweit überzeugt. Es gratulieren der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, Franz Xaver Peteranderl (links), HWK-Präsident Dr. Georg Haber (rechts) und HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger (Zweiter von links.).
von Externer BeitragProfil

Mit dem Altenstädter Elektroniker für Automatisierungstechnik, Alexander Pamler, (Ausbildungsbetrieb: Sitlog GmbH Altenstadt) und der mittlerweile in Saarbrücken lebenden Maßschneiderin für Herren Silke Kahlbrock (Ausbildungsbetrieb: Andreas Moller, Weiden) gehören auch zwei Handwerker aus der Region zu den Landessiegern.

Auch der Präsident der Handwerkskammer Dr. Georg Haber sowie der Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger gratulierten den Landessiegern aus Ostbayern persönlich zu ihren Spitzenleistungen. Haber betonte die Wichtigkeit dieses Wettbewerbs: „Diese Leistungsschau dient dazu, die hervorragenden praktischen Fähigkeiten bei der Gesellenprüfung der jungen Handwerker und der Ausbildungsbetriebe in der Öffentlichkeit herauszustellen. Aber auch dazu, die Berufsausbildung im Handwerk durch Best-Practice-Beispiele und die Gewinner ganz persönlich zu fördern.“

Den Contest, bei dem sich jährlich rund 3000 junge Handwerker in 120 verschiedenen Handwerksberufen messen, gibt es bereits seit 1951. Das Ermitteln der Sieger erfolgt in vier Stufen: beginnend auf Innungsebene, dann auf Handwerkskammer-, Landes- und final auf Bundesebene. Teilnahmeberechtigt sind Junghandwerker, die ihre Gesellenprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt und zum Zeitpunkt der Gesellenprüfung nicht älter als 27 Jahre sind.

Mit dem Sieg auf Landesebene haben die jungen Frauen und Männer bereits die dritte Hürde genommen. Nun steht noch die letzte Station des Wettbewerbs auf Bundesebene an: Am 13. Dezember 2019 werden in Wiesbaden die besten Gesellen Deutschlands gekürt.

Hintergründe zum Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks:

Der „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks“ wird jährlich in rund 120 Wettbewerbsberufen durchgeführt. Junge Handwerker treten im ganzen Bundesgebiet an, um der beste Geselle in seinem Beruf zu werden. Das Ermitteln der Sieger erfolgt in vier Stufen: beginnend in der Regel auf der Innungsebene, dann auf Handwerkskammer-, Landes- und final auf Bundesebene. Teilnahmeberechtigt sind Junghandwerker, die ihre Gesellenprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt und zum Zeitpunkt der Gesellen- oder Abschlussprüfung das 27. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Die ersten Ansprechpartner für interessierte und qualifizierte junge Handwerker sind zunächst die Innungen und Handwerkskammern. Um antreten zu können, muss der Azubi mit einem Berufsausbildungsvertrag in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer eingetragen sein.

Ziele des Wettbewerbs: Der Leistungswettbewerb soll die Vorzüge der betrieblichen Ausbildung herausstellen, die Achtung vor der beruflichen Arbeit im Handwerk stärken, für das Handwerk werben, die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Ausbildungsleistungen des Handwerks sensibilisieren und begabte Lehrlinge in ihrer beruflichen Entwicklung fördern. Den Contest gibt es bereits seit 1951, bis 2007 firmierte er unter dem Namen „Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend – PLW“. Ab 1960 wurde eine feierliche Abschlussveranstaltung etabliert, bei der die Bundessieger gewürdigt werden. Der Bundespräsident hat stets die Schirmherrschaft über den Wettbewerb, aktuell Frank-Walter Steinmeier. Pro Jahr nehmen mittlerweile rund 3.000 junge Handwerker am Wettbewerb teil.

„Die Gute Form“ – paralleler Wettbewerb prämiert Gestaltung im Handwerk: Seit 1988 gibt es parallel den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“. Mit diesem Wettbewerb verbindet sich die Zielsetzung, Ästhetik und Kreativität in der Ausbildung stärker zu akzentuieren. Zudem soll eine breitere Öffentlichkeit auf die Bedeutung individueller Formgebung und Gestaltung im Handwerk aufmerksam gemacht werden.

Die ersten Bundessieger des Leistungswettbewerbs und die ersten Preisträger „Die Gute Form“ werden auf der festlichen Schlussveranstaltung mit einer Urkunde und einem Geschenk geehrt – in diesem Jahr findet die Abschlussveranstaltung am 13. Dezember in Wiesbaden statt.

Silke Kahlbrock mit dem Präsidenten des Bayerischen Handwerkstages, Franz Xaver Peteranderl (rechts) und HWK-Präsident Dr. Georg Haber.
Alexander Pamler mit dem Präsidenten des Bayerischen Handwerkstages, Franz Xaver Peteranderl (rechts) und HWK-Präsident Dr. Georg Haber.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.