"Mein erster Chef hat gesagt, wenn die Kinder, die Du getauft hast, ihre Kinder bringen, dann solltest Du gehen", lacht Claudia Stöckl. Als katholische Gemeindereferentin ist sie zwar nicht für Taufen zuständig, aber sie erlebte ehemalige Kommunionkinder, deren Nachwuchs im vergangenen Jahr Erstkommunion feierten. Mit Wehmut und Vorfreude sieht die 44-Jährige dem Wechsel von Rothenstadt und Etzenricht nach Altenstadt/WN Anfang September entgegen.
"Am meisten Spaß macht mir die Arbeit mit Menschen, denn Glaube lebt durch Gemeinschaft", bekennt die Weidnerin. "Corona hat das in Frage gestellt, deshalb sind Kreativität und neue Methoden gefordert, wie Elternabende per Zoom." Lieber ist sie direkt bei den Leuten, egal ob jung oder alt, sie redet mit jedem. "Es hat sich viel Vertrauen aufgebaut", bemerkt Stöckl, warum es ihr schwer gefallen ist, am Sonntag im Gottesdienst ihren Weggang anzukündigen.
Fast 18 Jahre engagiert sie sich in Rothenstadt und seit 2014 auch in Etzenricht mit den Schwerpunkten Kinder- und Familienseelsorge, bei der Ministrantenarbeit sowie in der Kinder- und Familienliturgie. In Altenstadt mit seinen vielen jungen Familien will Stöckl ab Herbst schwungvoll mit Jugendlichen und Familien arbeiten. "Das ist eine lebendige, engagierte Pfarrgemeinde mit über 3000 Katholiken." Das ist eine ähnliche Größenordnung wie jetzt in der Pfarreiengemeinschaft Rothenstadt-Etzenricht. "Ich will den Menschen auf Augenhöhe begegnen, mit ihnen Sorgen und Freude miterleben, jemanden zum Lachen bringen und auch Weinen zuzulassen sowie den Glauben auf meine Art weitergeben."
Claudia Stöckl
- 44 Jahre, verheiratet.
- Studium der Religionspädagogik in Eichstätt.
- 2 Jahre Assistenzzeit in Schierling bei Regensburg.
- seit 2003 in St. Marien Rothenstadt und seit 2014 auch für St. Nikolaus Etzenricht zuständig.
- ab 1. September 2021 in der Pfarrei Heilige Familie in Altenstadt/WN.
















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