21.01.2020 - 20:11 Uhr
Altenstadt an der WaldnaabOberpfalz

Zum Wohle der Gemeinde

Der CSU-Neujahrsempfang ist sehr gut besucht. Während Landrat Andreas Meier auf die Landkreispolitik eingeht, spricht Bürgermeisterkandidat Dominik Baschnagel über seine Vorstellungen für Altenstadts Zukunft.

Landrat Andreas Meier beschäftigt sich beim Neujahrsempfang des Altenstädter CSU-Ortsverbandes mit der Landkreispolitik.
von Werner SchmolaProfil

„Unser Neujahrsempfang ist traditionell ein Vereinsempfang und der Start ins neue Jahr“, meinte Dominik Baschnagel zu Beginn seiner Ausführungen. Der CSU-Bürgermeisterkandidat dankte allen, die sich ehrenamtlich engagieren, ihre Freizeit für andere opfern und Verantwortung übernehmen. Baschnagel nannte hier nicht nur die Vereine und Gemeinschaften, sondern auch das politische Ehrenamt.

Im weiteren Verlauf ging er auf die anstehende Kommunalwahl ein. „Wir haben ein tolles, hochmotiviertes Kandidatenteam“, meine er. „Alle, die für unsere CSU hier in Altenstadt kandidieren, wollen Verantwortung übernehmen und sich zum Wohle unserer Gemeinde einsetzen." Baschnagel zeigte sich von den Zukunftsthemen, die er ausführlich in der verteilte Broschüre dargestellt habe, überzeugt. „Wie soll unsere Gemeinde in 10, 15 oder gar 20 Jahren aussehen?“ Daraus sei das Wahlprogramm entstanden.

Im Mittelpunkt stünden dabei unter anderen Jugend, Vereine, Senioren, Verkehr, stabile Finanzen, Lärmschutz und Altlasten. „Wir wollen nicht nur Probleme beschreiben, wir werden diese als Herausforderungen annehmen und aktiv zur Lösung beitragen.“

Landrat Andreas Meier lobte Baschnagel (ein „Netzwerker und Arbeitstier“) und sein Team für ihr Engagement. Dann ging der Landrat auf die Kreispolitik ein. „Wir haben die Weichen gestellt für unsere Kinder und für die nächsten Generationen.“ Unter anderem nannte er dabei die Landkreisfinanzen, die Infrastruktur und die Schulen. Bei letzteren seien rund 30 Millionen Euro investiert worden. Ein Schwerpunkt für die Zukunft sei das Altlastenproblem aus der Bleikristall-Ära. Beim Thema Gesundheit möchte er das Klinikum Weiden zu einem Standort einer „universitären Einrichtung“ machen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den „Straßenmusikanten“ aus Moosbach.

Dominik Baschnagel.
Altlastenprobleme:

Den Vorwurf, das Landratsamt und die Politiker würden in der Altlasten-Problematik aus der Bleiglasindustrie nichts unternehmen, wies Landrat Andreas Meier beim Altenstädter CSU-Neujahrsempfang vehement zurück. Als Beleg präsentierte er einen dicken Ordner mit dem Titel „Standortentwicklung durch Flächenrecycling – Das Erbe der Glas- und Bleikristall-Industrie im Landkreis Neustadt/WN“.

„In dem Ordner habe ich Unterlagen gesammelt, die unsere Aktivitäten belegen“, meinte der Landrat. Die Wiederbelebung von Brachflächen aus dem Niedergang der Glas- und Bleikristallindustrie zähle zu den zentralen Herausforderungen einer ländlichen Region, ergänzte der Landkreischef. Der Landkreis sei auf einem guten Weg. „Wir sind tätig und werden auch noch verschärft tätig werden“, meinte Meier. Er sprach von einer „großen Herausforderung“ und einer „Mammutaufgabe“. Allerdings sei zur Problemlösung ein Sonderprogramm zur Sanierung erforderlich, forderte Meier. (sm)

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