Altentreswitz bei Vohenstrauß
25.09.2018 - 09:52 Uhr

St. Matthäus fällt regelrecht ins Wasser

Regen bestimm das Patrozinium in Altentreswitz. Hoffentlich stimmen die alten Bauernregeln nicht, die besagen: „Wie es Matthäus treibt, es vier Wochen bleibt“ oder „Tritt Matthäus stürmisch ein, wird’s bis Ostern Winter sein.“

Der anhaltende Regen lässt in diesem Jahr einen Patroziniumsgottesdienst in Altentreswitz im Freien nicht zu. Doch auch die historische Kirche bietet mit dem aussagekräftigen Altarbild des Evangelisten Matthäus beste Möglichkeit, den Festgottesdienst gebührend zu feiern. Ein Frühschoppen mit Weißwurstfrühschoppen schließt sich an. Bild: dob
Der anhaltende Regen lässt in diesem Jahr einen Patroziniumsgottesdienst in Altentreswitz im Freien nicht zu. Doch auch die historische Kirche bietet mit dem aussagekräftigen Altarbild des Evangelisten Matthäus beste Möglichkeit, den Festgottesdienst gebührend zu feiern. Ein Frühschoppen mit Weißwurstfrühschoppen schließt sich an.

Zwei Tage nach dem eigentlichen Gedenktag feierten die Altentreswitzer in diesem Jahr den Patron ihres uralten historischen Kirchleins St. Matthäus, das auf einem Hügel über dem Dorf thront. Dauerregen machte den Veranstaltern heuer einen Strich durch die Rechnung und so wurde das Patrozinium fast familiär im kleinen Kreis gefeiert.

Ein Kirchenzug von der Brücke aus mit der Blaskapelle fiel buchstäblich ins Wasser und auch der sonst übliche Freialtar blieb leer. Doch das Innere der Kirche bietet genügend Platz und so feierten die Altentreswitzer mit den vielen Gästen aus den Gemeinden Vohenstrauß und Moosbach vor dem Altarbild des Apostels, der mit einem Tintenfass und einem Engel abgebildet ist. Die Böhmischbrucker Schola mit Hans-Josef Völkl an der Elektronikorgel und Daniela Bock stimmten die Gläubigen dann auch gleich fröhlich ein: „Einen großen Tag, einen frohen Tag wünschen wir, dass er Segen bringen mag.“

Dekan Alexander Hösl zelebrierte den Festgottesdienst und hieß alle zum Patrozinium willkommen. „Wir haben uns Zeit genommen für uns selbst und Zeit für Gott, um miteinander zu beten und zu singen und uns von Gottes froher Botschaft anstecken zu lassen, um Orientierung für unser Leben zu finden.“ Als Zöllner saß Matthäus an seiner Arbeitsstätte, als Jesus vorüberging und ihm zu rief: „Folge mir nach.“ Dieser Ruf ist nicht verklungen und gilt auch weiter in unserer Zeit, bis hinein in unser aller persönliches Leben, führte der Geistliche aus.

Daniela Ogarek ließ sich als Lektorin einbinden und trug Lesung, Fürbitten und Meditation vor. Wenn in einem Ort, einer Stadt oder einer Pfarrgemeinde die Probleme groß werden, dann werden schnell Rufe nach einem laut, der alles „im Griff hat“. Darin spiegle sich der Wunsch nach Sicherheit wider und der Sehnsucht, in Ruhe zu leben und zu arbeiten, sagte Dekan Alexander Hösl.

Durch die Berufung von Matthäus zeigt Jesus: Es geht nicht um Eitelkeiten und Karrieren sondern darum, im Geist Jesu zu leben und zu handeln. „Jesus zwingt uns weder dazu, noch überredet er uns.“ Der Seelsorger und Ortssprecher Andreas Ogarek dankten am Ende des Gottesdienstes allen die geholfen hatten, diesen Tag zu verschönern, angefangen von den Helfern in der Sakristei bis hinauf zur Empore. Ogarek bat alle Anwesenden noch zum Frühschoppen mit Weißwurstessen da zu bleiben und auf das Patrozinium gemeinsam anzustoßen.

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