03.05.2021 - 10:42 Uhr
Altfalter bei SchwarzachOberpfalz

Bischof gratuliert zum Kirchenjubiläum in Altfalter

Die Kirchengemeinden Altfalter und Schwarzach gelten als älteste Pfarreiengemeinschaft im Bistum Regensburg. Diözesanbischof Rudolf Voderholzer kam am Sonntag zum Jubiläum und verknüpfte einen weiteren Besuch mit einer Bedingung.

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer trug sich im Beisein von Pfarrvikar Pater Binu, Pfarrer Walter Hofmann, Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Hierl und Bürgermeister Franz Grabinger (von links) ins Goldene Buch der Gemeinde ein.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

300 Jahre Pfarreiengemeinschaft und 60 Jahre Kirche St. Josef in Altfalter: Dieses Doppeljubiläum feierten die Gläubigen mit einem Festgottesdienst, den Bischof Rudolf Voderholzer gemeinsam mit Pfarrer Walter Hofmann und Pfarrvikar Pater Binu zelebrierte. Der Regensburger Oberhirte war beeindruckt von der "großartigen künstlerischen Darstellung des Glaubens" in der Kirche St. Josef. An den zwölf Stellen, die der damalige Weihbischof Josef Hiltl bei der Einweihung im April 1961 salbte, brannten am Sonntag Kerzen mit den Bildnissen der Apostel. Der Blick von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer blieb am Kreuzweg hängen, der als Besonderheit eine 15. Station, die der Auferstehung, aufweist.

Der Oberhirte interpretierte die Bilder des Hochaltars, der die Dreifaltigkeit, die Heilige Familie und die ehemalige Kirche St. Bartholomäus inmitten eines Weinberges abbildet. Damit stellte Voderholzer den Bezug zum Sonntagsevangelium mit dem bekannten Gleichnis vom Weinstock und den Reben her.

Kirchenführer wäre schön

Der Bischof wünscht sich zum Gotteshaus einen Kirchenführer und stellt dafür einen Zuschuss in Aussicht. Wenn die Broschüre fertig ist, will Voderholzer noch einmal kommen. Er versprach: "Dann feiern wir und lassen es krachen". Er dankte den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Pfarreiengemeinschaft für die gegenseitige Unterstützung. An die Eltern appellierte der Oberhirte, die Kinder zum Gebet anzuhalten, denn: "Wo die Hauskirche lebt, dort lebt auch die Pfarrgemeinde". Der Bischof ermunterte die Christen zum Glaubensbekenntnis und betonte außerdem: "Wir dürfen uns nicht von jedem Sturm des Zeitgeistes umwerfen lassen".

Pfarrer Walter Hofmann wertete den Pastoralbesuch als "Aufmunterung und Zuspruch für die Gläubigen nach über einem Jahr Corona". Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes mit Gesang und Instrumentalbegleitung hatte Organist Andreas Hierl einstudiert.

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Schwarzach

Helga Lehner, Sabine Schwarz-Lohmann und Angelika Goetz trugen die Lesungen und Fürbitten vor. Die Vorbereitung der Feier lag in den Händen von Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Hierl, der auch das Hygienekonzept ausgearbeitet hatte. Für die Ministranten hatte der Bischof als persönliches Geschenk einen Rosenkranz mitgebracht.

Bürgermeister Franz Grabinger bedankte sich bei Rudolf Voderholzer für den Besuch und ließ ihn als ersten Bischof überhaupt ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Der Oberhirte gratulierte in seinem Bucheintrag zum Doppeljubiläum und bedankte sich "für das gute Miteinander von kirchlicher und politischer Gemeinde".

Idee wird verfolgt

Der Bürgermeister will den gewünschten Kirchenführer auf den Fall in Angriff nehmen, um damit den Bischof ein weiteres Mal nach Altfalter zu locken. "Ich möchte miterleben, wie das aussieht, wenn es ein Bischof mal krachen lässt", schmunzelte Franz Grabinger in Anspielung auf die Bemerkung in der Predigt.

Der Grund für die Zusammenlegung der beiden Pfarreien vor 300 Jahren war der gleiche wie heute: Priestermangel. Bischof Rudolf Voderholzer hatte sich vorab erkundigt und stellte zufrieden fest: "Ich höre, dass ihr euch gut versteht". Die Pfarreiengemeinschaft Altendorf-Schwarzach sei die älteste im Bistum und damit "das Original", so der Oberhirte.

Bischof Rudolf Voderholzer überreichte jedem Ministranten als persönliches Geschenk einen Rosenkranz.
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