13.07.2021 - 13:46 Uhr
Altglashütte bei BärnauOberpfalz

Die Besucherampel am Freibad Altglashütte steht dauerhaft auf "Rot"

Die Stadt Bärnau hat die Badesaison abgesagt. Als Grund gibt Bürgermeister Alfred Stier die fehlende Fachkraft an. Die Wasserwachtspitze stellt sich hinter diese Entscheidung.

Nach 2020 wird es auch heuer nichts aus dem Badespaß im Waldfreibad. Nachdem kein Fachpersonal gefunden werden konnte, hat sich die Stadt gegen eine Öffnung ausgesprochen. Angebote der Wasserwacht konnten daran nichts ändern.
von Externer BeitragProfil

Die Mitglieder der Wasserwacht Hohenthan haben viel Zeit in die Vorbereitung der Badesaison gesteckt. Letztendlich muss das Bad aber geschlossen bleiben, so die Entscheidung der Stadt. Engelbert Träger machte dafür vor allem die Probleme bei der Wasseraufsicht verantwortlich. Auch würde Fachpersonal fehlen. Eine Einschätzung, die aber nicht von allen Mitgliedern geteilt wurde.

Zur Jahreshauptversammlung der Wasserwacht-Ortsgruppe hatte Vorsitzender Träger diesmal in die Cafeteria ins Freibad eingeladen. Coronabedingt waren bis dahin kaum Aktivitäten möglich gewesen. Den Gästen, darunter auch Freifrau Eva von Podewils vom Kreisverband, stellte Träger die zurückliegenden Bemühungen für die Vorbereitung auf die Badesaison sowie zum Erhalt der Anlage vor. Nachdem bereits 2020 nicht geöffnet werden konnte, hätte das Bad in diesem Sommer wieder öffnen sollen. Dafür wäre aber Personal nötig gewesen. In seinen Ausführungen betonte Träger, dass sich trotz Stellenausschreibung durch die Stadt keine Fachkraft und auch kein Rettungsschwimmer gemeldet haben.

Zwischenrufe aus Versammlung

Der Vorsitzende dankte Siegfried und Martin Walter sowie den weiteren ehrenamtlichen Helfern für die vielen Arbeitseinsätze. Auf seine weiteren Ausführungen, dass die Wasserwacht Hohenthan aus seiner Sicht eine durchgehende Beckenaufsicht für eine Saison in ehrenamtlicher Tätigkeit nicht leisten könne, musste er Zwischenrufe hinnehmen. Als Vorsitzender sollte er die Einsatzbereitschaft nicht schmälern. Träger wollte sich aber wegen des fehlenden Fachpersonals und der Wasseraufsicht gegen eine Öffnung aussprechen. Sehr ausführlich war der Bericht des Technischen Leiters und ehemaligen Schwimmmeisters Siegfried Walter. Er betonte, wie wichtig diese Einrichtung für die erholungssuchenden Urlaubsgäste und auch für die Bevölkerung sei. Wenn schon vor ein paar Jahren das Hallenbad geschlossen wurde, so sollte doch diese Freizeiteinrichtung erhalten bleiben. Ihm sei wichtig, das Freibad in einem ordentlichen, sauberen und betriebsfertigen Zustand zu erhalten, bis es grünes Licht für die Machbarkeitsstudie "Silberhütte" gebe, in welche die Erneuerung des Freibades mit einbezogen wurde. "Es wurden großartige Leistungen erbracht und die Enttäuschung ist groß", bedauerte Walter die Entscheidung. Angefangen von der Beckenreinigung, der Pflege der Außenanlagen bis hin zur Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts mit allen Hinweisschilder seien von den ehrenamtlichen Helfern viele Punkte abgearbeitet worden.

Im weiteren Verlauf der Tagesordnung standen die Ehrungen an. Seit fünf Jahren dabei sind Matthias Härtl, Ralf Heinig und Holger Schedl, seit 10 Jahren gehört Nina Rat zur Wasserwacht. Ehrungen für 20 Jahre: Bianka Schicker; für 25 Jahre Willi Weig; für 30 Jahre Wolfgang Weig, Martina Walter, Caroline Mayer, Matthias Someschan, Sonja Völkl; für 40 Jahre Martin Walter, Sabine Scharnagl, Uschi Schwarz,.

Termin in der Staatskanzlei

Bei den Wahlen wurde Träger als Vorsitzender bestätigt. Das weitere Ergebnis: Stellvertreter Martin Vogl, Erster Technischer Leiter Siegfried Walter, Stellvertreter Martin Walter, Schriftführerin und Kassiererin Martina Walter, Frauenwartin Caroline Mayer, WW-Arzt Dr. Ludwig Kutzer. Bürgermeister Alfred Stier dankte der Wasserwacht und dem Förderkreis für 20 Jahre Zusammenarbeit und Leitung des Freibades. Ohne diese Einheit wäre das Freibad schon 20 Jahre zu. Wegen der Silberhütte-Machbarkeitsstudie, die auch das Freibad beinhaltet, habe er einen Termin in der Staatskanzlei. Der Bürgermeister hatte sich gegen eine Badöffnung ausgesprochen, weil der Betrieb nur mit Fachkraft möglich wäre. Nach Anfrage bei der Versicherung gebe es keine Möglichkeit, das Freibad zu öffnen. „Die Verantwortung für einen sicheren Betrieb liegt bei der Stadt“, betonte Stier. Die Vorschläge von Siegfried Walter konnten daran nichts ändern.

Im Mai wurde noch fest mit der Öffnung des Waldfreibades gerechnet

Bärnau
Beim ausgearbeiteten Hygienekonzept hätte eine Ampel die Besucherzahl regeln sollen.

„Die Verantwortung für einen sicheren Betrieb liegt bei der Stadt.“

Bürgermeister Alfred Stier

 

 

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