Lionsclub Tirschenreuth setzt auf Erfahrung

Der Lionsclub hat einen neuen Präsidenten. Zum zweiten Mal wurde Hans-Jürgen Jokiel in dieses wichtige Amt berufen. Und der hat bei den Veranstaltungen nun erst einmal mit den Nachwehen der Coronakrise zu kämpfen.

Die Führungsmannschaft der Lions. Von links Sekretär Peter Beer, Gründungsmitglied Rudolf Winter, Clubmaster Dominik Neitz, Past-Präsident Albert Saller, der Geschäftsführer des Lions-Hilfswerks, Franz Fuchs, Präsident Hans-Jürgen Jokiel, Zweiter Vize-Präsident Walter Fiedler, Erster Vize-Präsident Volker Höcht, Governor Franz Göhl und Schatzmeister Ludwig Reber.
von Ulla Britta BaumerProfil

Der Lionsclub setzt auf Erfahrung. Mit Hans-Jürgen Jokiel übernimmt eine erfahrene Führungskraft das Präsidentenamt. Im Hotel "Altmugler Sonne" in Altmugl übergab der bisherige Präsident Albert Saller ihm das Amt. Dabei wurde deutlich, dass die Coronakrise auch den traditionellen Jahresverlauf der Lions arg durcheinander gewirbelt hat.

Zur Feier waren gut 30 Gäste in die "Altmugler Sonne" von Lions-Mitglied und Hotelier Johann Lemberger gekommen, darunter auch der Governor des Districts Bayern Ost, Franz Göhl aus Tirschenreuth, der ebenfalls bereits Präsident der Tirschenreuther Lions war. Auf Göhl geht die Gründung des Weihnachtsmarktes zurück, den Saller an diesem Abend absagte. Saller hatte aber auch gute Nachrichten, wie die Freude über drei Aspiranten, "die sich für die Idee des Lionismus begeistern". Er begrüßte Tobias Seidl aus Tirschenreuth sowie das Ehepaar Kerstin und Markus Münchmeier aus Friedenfels.

"Die ganze Welt hat sich gewaltig verändert, und das ist auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen", sagte Saller. Deshalb sei auch das Amt erstmals später übergeben worden. Saller erinnerte an die Höhepunkte seiner Präsidentschaft. Ziele seien unter anderem eine interessante Gestaltung der Clubabende sowie der Zusammenhalt gewesen. Außerdem habe er die Ferien-Stammtische mit Damen aufwerten wollen. "Hauptakt ist und bleibt, so dachten wir jedenfalls bis vor kurzem noch, unser Lions-Weihnachtsmarkt", so Saller.

Ein Glücksfall sei es im Nachhinein wohl gewesen, dass die Lions ihr für März geplantes Starkbierfest wegen der Tirschenreuther Passion frühzeitig abgesagt hätten. "Denken wir nur an Mitterteich."

Anfang Mai gab es eine Spendenaktion des Lionsclubs

Tirschenreuth

Vor der Amtsübergabe ehrte er Ludwig Reber mit dem "Club Officer Award" als Schatzmeister sowie Franz Fuchs mit dem "President's Appreciation Award" als Geschäftsführer des Lions-Hilfswerks. Weiter wurde Rudolf Winter für seine Verdienste als Gründungsmitglied von District Governor Franz Göhl mit dem Titel "Lion auf Lebenszeit" ausgezeichnet.

Hans-Jürgen Jokiel, der zum zweiten Mal Präsident wurde, hatte bereits das neue Jahresprogramm dabei. Wegen der Coronakrise falle es deutlich kleiner als üblich aus. Neben den Clubabenden stellte Jokiel als Ersatz für den Weihnachtsmarkt am 11. November 2020 eine Krapfen-Aktion vor. Viele Veranstaltungen, wie die Schwarz-Weiß-Faschingsbälle in Windischeschenbach und Tirschenreuth, seien in der Schwebe. Erstmals solle am 25. Oktober eine District-Versammlung Bayern-Ost im Kettelerhaus stattfinden. Der "Tanz in den Mai" ist 2021 ebenso geplant wie ein Vatertagsausflug zum LC Karlsbad. Jokiel meinte, dass er das Jahresprogramm ausweiten könne, sollte sich die Lage verbessern.

Albert Saller überreicht seinem Nachfolger, Hans-Jürgen Jokiel (vorne, von links), bei der Amtsübergabe symbolisch die Anstecknadel des Präsidenten.
Der neue Präsident Hans-Jürgen Jokiel.
District Governor Franz Göhl (rechts) ernennt Rudolf Winter zum „Lion auf Lebenszeit“.
Viele Gäste nahmen am Festakt teil, zu dem Past-Präsident Albert Saller (links, mit Frau Gaby) eingeladen hatte.
Information:

Zur Person

Der langjährige Tirschenreuther Anästhesiearzt Dr. Hans-Jürgen Jokiel war bereits 2016 Präsident der Lions. Der Tirschenreuther legte 1970 die Reifeprüfung am Stiftland-Gymnasium ab. Anschließend studierte er an der Uni Regensburg und der Technischen Universität München Medizin. Ab 1976 war er Medizinalassistent und danach Assistenzarzt am Kreiskrankenhaus Tirschenreuth. Ab 1980 bildete er sich am Institut für Anästhesiologie in der Landeshauptstadt weiter. 1983 wurde er als Facharzt für Anästhesie anerkannt.

Am 1. Mai 1983 erfolgte die Einstellung als Facharzt für Anästhesie am Anästhesiezentrum im Krankenhaus Tirschenreuth. Ab 1. Mai 1984 war er dort Erster Oberarzt und Chefarzt-Vertreter. 2014 wurde er nach 30 Jahren am Krankenhaus Tirschenreuth in den Unruhestand verabschiedet.

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