16.04.2019 - 14:54 Uhr
AmbergOberpfalz

500 PS und kein bisschen weise

500 PS unter der Haube und ein Jucken im Gasfuß. Dafür wird ein 25-Jähriger wahrscheinlich sehr teuer bezahlen müssen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines illegalen Rennens gegen ihn.

Symbolbild Polizei.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Es ist 23 Uhr, der Altstadtring frei - Zeit für ein kleines Rennen. Das dachte sich laut Polizeibericht offensichtlich ein 25-Jähriger aus dem Oberallgäu, der am Kaiser-Wilhelm-Ring/Eglseer Straße mit seinem fast 500 PS starken Jaguar an der roten Ampel stand. Neben ihm befand sich auf der linken Spur ein Motorradfahrer. Der Autofahrer ließ zweimal kurz seinen Motor aufheulen, was der Motorradfahrer durch einen kurzen Gasstoß erwiderte. Wenige Sekunden später schaltete die Ampel auf Grün um und der 25-Jährige Jaguar-Fahrer gab Vollgas.

Nach wenigen Metern verlor er aber aufgrund der immensen Leistung an der Hinterachse die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Heck brach aus, es waren lautes Motorgeräusch und quietschende Reifen zu hören, so heißt es im Polizeibericht. Trotzdem beschleunigte er zunächst immer weiter, ohne vom Gas zu gehen. Durch das "tanzende" Heck brauchte er beide Fahrspuren. Das ging so lange, bis er eine Polizeistreife entdeckte und schlagartig abbremste. Die setzte dem Treiben schließlich ein Ende. Die Polizei stellt fest, dass sich der Motorradfahrer übrigens nicht auf das Rennen eingelassen hat. Der polizeilichen Kontrolle schloss sich die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Autofahrer wegen eines verbotenen Rennens an, die Staatsanwaltschaft wird über weitere Maßnahmen bis hin zur Sicherstellung des Führerscheins und des Jaguar entscheiden.

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