Der Zusammenhalt von Eltern, Söhnen, Töchtern, Enkeln und „Angeheirateten“ hat für Nina und Waldemar Bin aus Amberg höchsten Stellenwert. Regelmäßige Familientreffen mit 30 und mehr Personen finden alljährlich in Tschechien statt, und am vergangenen Samstag feierte das Ehepaar Diamantene Hochzeit.
Am 24. Januar 1966 heiratete der Kraftfahrer Waldemar Bin in Dschambul (Kasachstan) die Verkäuferin Nina. Das junge Paar hatte sich gerade einmal drei Monate zuvor beim Einkaufen kennengelernt. Waldemar Bin diente in der ukrainischen Armee und war Fahrer eines hochrangigen Generals. Im Laufe der Jahre kamen vier Kinder zur Welt, acht Enkel, und die sorgten dann wiederum dafür, dass auch noch fünf Urenkelkinder das Licht der Welt erblickten.
Über zwei Jahre zogen sich die Formalitäten hin, bis die Eheleute Bin, ihre Kinder und Enkelkinder die Erlaubnis erhielten, in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen zu dürfen, was dann am 12. August 1993 für die Großfamilie mit zwölf Personen möglich war. Erste Anlaufstation war ein Aussiedlerheim bei Hannover, dann wohnten Nina und Waldemar Bin und ihre Angehörigen vier Monate im Landkreis Cham, nutzten hier intensiv die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, und zogen schließlich nach Sulzbach-Rosenberg, wo alle Familienangehörigen Arbeit in Unternehmen der Autozubehör-Industrie fanden.
1994 zogen die Eheleute Bin nach Amberg. Waldemar Bin ging im Jahr 2000 in Rente, seine Frau Nina zwei Jahre später. Familienurlaube mit Kindern, deren Ehepartnern und Enkelkindern in Anrainerstaaten des Mittelmeers waren all die Jahre eingeplant. Die Bins versorgten sich aus einem Schrebergarten, und Fisch stand regelmäßig auf dem Speiseplan, denn Waldemar Bin ist leidenschaftlicher Angler und wird beim Fischen meist von seiner Tochter begleitet. Im engeren Familienkreis feierten Nina und Waldemar Bin ihren 60. Hochzeitstag, zu dem auch Bürgermeister Franz Badura im Namen des Oberbürgermeisters und des gesamten Stadtrats gratulierte und einige Euro Amberger Stadtgeld überreichte.













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