23.07.2021 - 10:40 Uhr
AmbergOberpfalz

898 von 900 Punkten: Ambergerin mit Traum-Abi

898 Punkte im Abi erreichen ist unmöglich? Miriam Witt vom Amberger GMG hat das Gegenteil bewiesen. Mit ihrem Traum-Abi stehen ihr alle Wege offen. Sie möchte Physik studieren. Sie hofft, damit anderen helfen zu können.

Miriam Witt hat unglaubliche 898 Punkte von möglichen 900 Punkten im Abitur erreicht.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

GMG-Schulleiter Peter Welnhofer sagt es so: "Miriam ist einfach ein Phänomen." Damit gemeint ist die 18-jährige Ambergerin Miriam Witt, die heuer am Gregor-Mendel-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat und dabei unfassbare 898 von 900 maximal erreichbaren Punkten geschafft hat. Damit gehört die frischgebackene Ex-Schülerin zu den besten Abiturienten Bayerns, wenn sie nicht sogar die beste im gesamten Freistaat ist.

Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien erzählt sie, dass es sich während der Qualifikationsphase bereits abgezeichnet habe, dass sie ein sehr gutes Abi schreiben würde. Dass es aber dermaßen überirdisch werden sollte, damit habe sie selbst nicht gerechnet. Sie sagt: "Natürlich habe ich da sehr viel Arbeit reingesteckt. Vieles von dem, was in der Schule drankam, hat mich aber auch einfach interessiert." Miriam hat den Sprach-Zweig eingeschlagen, liebt aber insbesondere Physik und Mathematik. Für andere Fächer, die sie nicht so besonders mochte, hat sie sich Lernstrategien bereitgelegt, mit denen sie sich darauf vorbereiten konnte - das mit großem Erfolg, wie es scheint.

Lebenslauf voller Erfolge

Witts Lebenslauf hat schon heute so viele interessante Passagen, dass er bereits für ein ganzes Leben reichen könnte. Als Landessiegerin bei "Jugend debattiert" durfte sie an einem Rhetorikseminar teilnehmen, hat deutschlandweit den dritten Platz bei "Jugend debattiert" belegt und wurde beim europaweiten Übersetzungswettbewerb "Juvenes Translatores" ausgezeichnet.

Doch das ist noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange. Wie Schulleiter Welnhofer weiter mitteilt, ist Witt sogar für die Maximilianeums-Prüfung nominiert. Dabei handelt es sich um die Chance, in die Stiftung-Maximilianeum aufgenommen zu werden. Von jährlich rund 400 Abiturienten in Bayern und in Rheinland-Pfalz links des Rheins, die einen Schnitt von 1,0 oder besser erreichen, werden am Ende maximal acht genommen. Ob es bei Witt klappt, lässt sich noch nicht sagen, allerdings hat sie mit ihrem Schnitt von 0,7 eine Note zustande gebracht, die man nicht mehr toppen kann.

Physik im Studium

Wie es mit ihr weitergehen soll, weiß die 18-Jährige bereits. Sie möchte ab dem Wintersemester Physik an der Universität in Würzburg studieren. Dabei ist Physik das Fach, in dem sie die zwei Punkte verloren hatte, die ihr zu den 900 gefehlt haben. Warum ausgerechnet Physik, erklärt sie wie folgt: "Es macht mir Spaß und interessiert mich einfach sehr." Nebenbei spielt auch ein Umweltaspekt eine mindestens genauso große Rolle. Witt hofft, dass sie mit dem Studium eines Tages dazu beitragen kann, für mehr Nachhaltigkeit im Alltag der Menschen und für mehr Klimaschutz zu sorgen. "Wofür genau ich das Studium einmal brauchen werde, das kann ich heute noch nicht sagen", erklärt sie.

Ob sie ihren grandiosen Schnitt aus dem Abi auch an der Uni weiter so umsetzen kann, darüber will sie nicht mutmaßen. Witt: "Ich glaube, dass ich das Niveau im Studium nicht halten kann, weil es noch einmal ganz andere Anforderungen werden, als sie das bisher waren. Aber ich werde wes natürlich versuchen."

Zeit für sich nehmen

Gerade hat Miriam ein wenig Zeit für sich. Die Prüfungen sind vorbei, das Ergebnis ist da. Sie verrät, dass noch ein Urlaub auf ihrer Agenda im Sommer steht. Denn Reisen ist eine Leidenschaft, die sie nicht erst nach dem Abi für sich entdeckt hat. "Ich habe bei einigen Schüleraustauschprogrammen mitgemacht", erzählt sie. Sie interessiert sich für größere Städte und deren Sehenswürdigkeiten. Wenn sie sonst ein wenig Zeit findet, dann spielt die 18-Jährige liebend gerne auf der Querflöte, geht schwimmen oder liest ein Buch.

Witt freut sich besonders über die Unterstützung ihrer Freunde. "Die haben sich alle mit mir gefreut", sagt sie. Das passt auch zu dem, was Schulleiter Welnhofer sagt, denn ihm zufolge soll der Applaus für Witt bei der Zeugnisübergabe riesengroß gewesen sein.

Auch Laura Tessmann aus Ammerthal hat ein beeindruckendes Abitur geschrieben

Amberg
Hintergrund:

Zur Person Miriam Witt

  • Miriam Witt ist 18 Jahre alt, kommt aus Amberg und hat am GMG ihr Abi mit einem Schnitt von 0,7 gemacht.
  • Die junge Frau erreichte 898 von insgesamt 900 möglichen Punkten.
  • Mit Schüleraustauschprogrammen war sie bereits in Südafrika, China, Spanien und Frankreich.
  • Regionalsiegerin bei „Jugend debattiert“, Dritter Platz bundesweit bei „Jugend debattiert“, Auszeichnung für eine Übersetzung aus dem Englischen beim europaweiten Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores.“ Nominierung für das Maximilianeumsstipendium.
  • Miriam reist gerne durch die Welt, liebt es, Querflöte zu spielen und geht gerne zum Schwimmen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.