28.06.2019 - 17:15 Uhr
AmbergOberpfalz

Abiturfeier am GMG: Erfolg "trotz des medialen Gewinsels"

Am Gregor-Mendel-Gymnasium haben 85 Schüler das Abitur mit einem Gesamtnotenschnitt von 2,32 bestanden, zwölf davon mit 1,5 oder besser. Aurelia Ziegler und Philipp Weiß freuen sich sogar über die Traumnote 1,0.

Das sind die erfolgreichsten Absolventen des Gregor-Mendel-Gymnasiums (vorne, von links): Eva-Maria Hirmer (Notendurchschnitt 1,5), Simone Pinter (1,3), Aurelia Ziegler (1,0), Maria Gruber (1,2), Theresia Höppe (1,5), Eva Maria Blank (1,2) und Johanna Lucks (1,2). Hinten (von links): Oberstufenkoordinator Rüdiger Gleis, Felix Riß (1,5), Julian Mandl (1,3), Philipp Weiß (1,0), Jens Schlatmann (1,4), Peter Metz (1,4) und Schulleiter Peter Welnhofer. Er war 2011 mit dem aktuellen Abi-Jahrgang an die Schule gekommen.
von Autor GFRProfil

"Mein Jahrgang hat jetzt das Abitur geschafft", freute sich Oberstudiendirektor Peter Welnhofer, denn er sei 2011 an das GMG zurückgekehrt, der heutige Abiturjahrgang sei im gleichen Jahr als Fünftklässler-Gruppe ans GMG gewechselt. Den erzielten Notenschnitt von 2,32 bezeichnete Welnhofer als gut, 29 hätten die Note 2,0 oder besser erreicht, und in Mathematik seien seine Abiturienten sogar besser als in den beiden Vorjahren gewesen, "trotz des medialen Gewinsels" um das Mathematik-Abitur.

Exakt 210 Schulaufgaben

"Was ist in acht Jahren am GMG passiert?", fragte Welnhofer und gab die Antwort: Grob gerechnet waren das 13 500 Unterrichtstunden, 210 Schulaufgaben, dazu massenhaft Extemporalen und mündliche Leistungserhebungen. Welnhofer erinnerte an Ski- und Tanzkurse, Schüleraustauschprogramme, an die Abschlussfahrten nach Rom, Krakau, Wien und an den Gardasee und kam schließlich auf Aladin und seine Wunderlampe zu sprechen, die es aber im echten Leben nicht gebe. Um etwas zu werden, hätten jetzt seine Abiturienten das Wichtigste im Gepäck, eine fundierte Grundausbildung in allen wesentlichen Wissensbereichen. Darauf könne jeder mit Einsatzwillen und Leistungsbereitschaft aufbauen.

Egoisten, Blender und Lügner gebe es genug auf der Welt, selbst hinauf bis zu höchsten Regierungsämtern, sagte Welnhofer. Wer Fridays for Future gut finde, sollte sich überlegen, ob der Karibik-Flug notwendig sei, und sein Einkaufsverhalten bei Amazon oder Zalando überdenken. Offensiv und optimistisch sollten seine Abiturienten in die Zukunft gehen - und immer dran denken, dass die Türen des GMG stets für sie offen stünden.

"Für ihr Abitur haben sicher viele alles aus sich herausgeholt", sagte Bürgermeisterin Brigitte Netta. Auf das Erreichte könnten alle stolz sein, denn nun stünden ein Studium, eventuell in einer berufsbegleitenden Variante, oder eine handwerkliche Ausbildung offen. Netta wörtlich: "Geben Sie dabei Amberg und der Region eine Chance und nutzen Sie auch die unzähligen Möglichkeiten, die sich hier für eine berufliche Zukunft bieten." Die Gesellschaft brauche mündige Bürger, die sich einmischen, die aber auch mitmischen, sagte Netta.

Siemens sehr beliebt

Nach zwölf Jahren Schulzeit sei nun das Abitur geschafft, ergänzte die Elternbeiratsvorsitzende Birgitt Beier in ihrer Rede, Aber neue Herausforderungen stünden bereits an. Und auch die seien zu meistern, wenn jeder an seine eigenen Fähigkeiten glaube. Wolfram Strack, der die Siemens AG traditionell bei der GMG-Abiturfeier vertritt, stellte fest, dass dieses Gymnasium nicht nur immer weiblicher, sondern auch immer erfolgreicher werde.

In der Rangliste der Siemens-Mitarbeiter, die einmal ein Gymnasien besucht haben, liege des GMG bundesweit auf dem vierten Platz.

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