13.06.2019 - 15:32 Uhr
AmbergOberpfalz

Achim Hüttner und seine Vision: "Die Schiffgasse soll zur Flaniermeile werden"

Der Martinsturm auf der einen Seite, die Stadtbrille auf der anderen. Vor einem der Fluss, dazu gibt es Sonne satt. Die Schiffgasse in der Amberger Altstadt ist zum Verweilen geschaffen – nicht nur, wenn es nach Künstler Achim Hüttner geht.

Der Amberger Achim Hüttner hat eine ganz besondere Vision, wie er die Schiffgasse noch schöner machen kann.
von Autor EWAProfil

Schon vor Jahren setzte er sich als Vorsitzender der IG menschengerechte Stadt erfolgreich für den Erhalt der hier stehenden Kastanie und eine Verkehrsberuhigung ein. Seitdem wird die Schiffgasse gerne zum Spazierengehen und Flanieren genutzt – und ab sofort wohl auch dafür, sich einen lecke- ren Cappuccino oder ein kühles Bier zu gönnen. Das ist jetzt am Vils-Kiosk möglich.

ONETZ: WIE IST DIE IDEE ZU DIESER „POP-UP- GASTRONOMIE“ ENTSTANDEN?

Es war ja von Anfang an das Ziel, die Schiffgasse zur Flaniermeile zu machen – ähnlich, wie man es zum Beispiel von Bamberg, Erfurt oder Venedig kennt. Das hier ist tatsächlich der schönste Punkt in Amberg. Wenn der Marktplatz noch im Dunklen liegt, scheint hier schon die Sonne. Wie haben schon immer gesagt: Es muss Gastronomie kommen. Doch das kann man ja nicht erzwingen. Wir als IG können nur Impulsgeber sein. Wir möchten mit dem Vils-Kiosk aufzeigen, dass dieser Ort für Gastronomie einfach wunderbar geeignet ist. Also haben wir in Eigenregie den Raum im ehemaligen Archiv ausgebaut, über das Fenster werden nun Getränke und kleine Snacks verkauft. Die können an Stehtischen verzehrt werden.

ONETZ: WIE LANGE SOLL ES DEN VILS-KIOSK GEBEN?

Die Genehmigung läuft im Moment bis Oktober. Doch ich hoffe, dass wir das noch verlängern können. Denn jetzt ist die Idee aufgekommen, das Ganze vielleicht auch während des Weihnachtsmarktes zu betreiben. Als nächster Schritt wäre natürlich wünschenswert, dass sich die Stadt mit einem potentiellen Investor einigt – und vielleicht schon nächstes Jahr mit einem Umbau zur professionellen Gastronomie begonnen wird.

ONETZ: SCHON BEI DER ERÖFFNUNG STANDEN DIE LEUTE HIER SCHLANGE, FREUEN SIE SICH?

Natürlich, da herrscht absolute Freude. Man merkt, die Leute nehmen das an. Auf diesen Punkt haben wir seit Jahren hingearbeitet. Ich bin selbst kein Gastronom, wir wollen einfach aufzeigen, wie schön es hier ist. Wenn man den Kopf hebt, fällt der Blick auf die Martinskirche, auf der anderen Seite sieht man die Stadtbrille. Schöner kann man bei einem Glaserl Wein oder einem Kaffee nun wirklich nicht sitzen.

ONETZ: WIE WIRD DAS GANZE ORGANISIERT?

Ab Juni haben wir jeden Mittwoch, Freitag und Samstag von 11 bis 17 Uhr offen. Das Ganze läuft ehrenamtlich, alle arbeiten umsonst. Unser Konzept sieht vor, dass wir zwei Schichten machen, von 11 bis 14 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Wir brauchen also ungefähr zwölf Leute, die mal drei Stunden in der Woche opfern. Wer Interesse hat, kann gerne direkt am Kiosk nachfragen oder sich über unsere Homepage melden.

ONETZ: ABER ES SOLL NICHT NUR BEI GETRÄNKEN UND SNACKS BLEIBEN, DAS PROJEKT LÄUFT JA UNTER DEM MOTTO „KUNST AM FLUSS“ ...

… Ja, wir haben auch schon verschiedene Ideen für kulturelle Aktionen. Wir wollen zum Beispiel einen Zauberer holen, Pantomime, Musik. Vielleicht wird auch ein kleines Theaterstück gespielt. Und ich selbst werde Malkurse geben.

ONETZ: UND IHRE VISION FÜR DIE ZUKUNFT?

Die Schiffgasse soll das Herzstück der Stadt werden – mit verschiedenen gastronomischen Angeboten und einer Plattform, wo man direkt auf dem Wasser sitzen kann. Wunderbar wäre es außerdem, wenn hier einige bunte Holzkähne liegen, die man auch zum Paddeln auf der Vils ausleihen kann. Das wäre eine weitere Belebung dieser schönen Flaniermeile.

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