28.05.2018 - 15:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Ärger vermeiden, Würstchen genießen

Amberg hat einen offiziellen öffentlichen Grillplatz.
von Andreas Hahn Kontakt Profil

(aha) Im Durchschnitt grillt jeder Deutsche ungefähr 13 Mal pro Jahr. Allerdings nicht immer auf den dafür ausgewiesenen Plätzen.

Denn: Was macht etwa ein Altstadtbewohner ohne eigenen Garten? Wohin mit dem Grill? In den Englischen Garten am Rande der Altstadt oder auf die Kräuterwiese? Fakt ist: Einfach mal anschüren in Grünflächen ist nicht erlaubt. Bleibt die Suche nach öffentlichen Grillplätzen. In Amberg gibt es immerhin einen solchen - am Rande des ehemaligen Landesgartenschaugeländes. "Unser Platz ist hier am ehemaligen Drahthammer-Bahnhof. Allerdings muss man seinen Grill mitbringen - und natürlich, ebenso wie den Müll, wieder mit nach Hause nehmen und entsprechend entsorgen", betont Bernhard Frank aus der Amberger Stadtverwaltung.

Das Problem für die Verwaltung, mehr öffentliche Grillplätze auszuweisen, seien die oft damit verbundenen Begleiterscheinungen: Abfall und Lärm. "Früher war das Entsorgen selbstverständlich, heute leider nicht mehr", sagt Frank. Genau geregelt ist das Grillen an öffentlichen Plätzen in der Stadt Amberg - wie in vielen anderen Städten - in der Grünanlagensatzung. Und sollte dies dennoch nicht beachtet werden, sind die Konsequenzen zumindest in Amberg erstmal (noch) gering: "Es gibt hier zunächst eine Verwarnung. Nur im Wiederholungsfall folgen härtere Konsequenzen, allerdings hatten wir in Amberg in den letzten Jahren nie große Probleme. Es wird wirklich auch nachgefragt bei der Stadt" ergänzt Frank. Allerdings wisse man in der Verwaltung zum Beispiel um die Beliebtheit etwa des Naherholungsgebiets Fuchsstein beim Segelflugplatz. "Hier wird regelmäßig kontrolliert!" Alles also halb so tragisch in der Vilsstadt, wo es derzeit Überlegungen gibt, weite Plätze auszuweisen. "Da sollen schon noch Möglichkeiten geschaffen werden." Im Gespräch ist die Skateranlage am Dultplatz. Aber dies sei noch Zukunftsmusik.

Zudem besteht die Möglichkeit, eine Anfrage an die Stadt zu richten, sagt Bernhard Frank. "Es gibt die Möglichkeit einer einmaligen Sondernutzung von Anlagen - allerdings mit Auflagen, etwa beim Brandschutz, und nur nach individueller Prüfung durch die Stadt. Da hat niemand einen Anspruch darauf." Beispiele waren in der Vergangenheit etwa Pfadfinder, die ihr Fleisch nach einer Kanutour - hochoffiziell beantragt und genehmigt - an der Kräuterwiese brutzeln durften.

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