Amberg
09.01.2025 - 16:19 Uhr
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Ärzte am Klinikum St. Marien in Amberg streiken für mehr Gehalt

Ärztinnen und Ärzte fordern eine bessere Bezahlung. Deshalb hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund zu einem dreitägigen Streik Mitte Januar aufgerufen. Wie sich der Streik auf das Klinikum St. Marien in Amberg auswirkt.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat für Mitte Januar an drei Tagen zu Streiks aufgerufen. Betroffen ist auch das Klinikum St. Marien in Amberg. Symbolbild: Christophe Gateau /dpa
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat für Mitte Januar an drei Tagen zu Streiks aufgerufen. Betroffen ist auch das Klinikum St. Marien in Amberg.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat erneut zu einem Streik aufgerufen, um über eine bessere Bezahlung für Ärztinnen und Ärzte zu verhandeln. Laut einer Pressesprecherin der Gewerkschaft betrifft der Streik auch das Klinikum St. Marien in Amberg. Mediziner wollen während des Streiks Mitte Januar an drei Tagen ihre Arbeit niederlegen.

Um Patienten im Notfall versorgen zu können, gibt es an den betroffenen Kliniken im Zeitraum des Streiks vom Mittwoch, 15. Januar, bis Freitag, 17. Januar, eine Notbesetzung. Laut dem ärztlichen Direktor des Amberger Klinikums, Dr. Harald Hollnberger, ist davon auszugehen, dass planbare Operationen eingeschränkt werden müssen. Allerdings gebe es noch keine Rückmeldung seitens der Ärzte, die streiken wollen. Derzeit rechnet Hollnberger jedoch damit, dass die Ärzte in Amberg vor allem am 17. Januar streiken.

Termine verschieben

Der Marburger Bund empfiehlt Patienten auf nicht-dringliche Termine zu verzichten oder diese auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. "Wir gewährleisten zu Streikzeiten nur ausreichende Kapazitäten für die Aufrechterhaltung des Notdienstes. Alles andere sollte man auf einen anderen Termin verlegen", teilt Ärztegewerkschaftssprecherin Karin Lange mit.

Die Gewerkschaft habe auch dem St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg und der Klinik St. Johannes in Auerbach eine Notdienstvereinbarung angeboten, da auch dort von Streikaktivitäten ausgegangen wird. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien meldete die Pressestelle der beiden Krankenhäuser, dass dem Vorstand derzeit keine aktive Beteiligung der Ärzteschaft am Streik gemeldet wurde.

Bessere Bezahlung

Auch andere Krankenhäuser sind betroffen. Mit über 200 kommunalen Kliniken soll Bayern das Zentrum des Streiks sein. In der Oberpfalz hat die Gewerkschaft über 1000 Ärztinnen und Ärzte zum Streik aufgerufen, bayernweit 15.000 und bundesweit 60.000. Die Gewerkschaft fordert für die betroffenen Mediziner 8,5 Prozent mehr Gehalt, bezogen auf ein Jahr. Zudem soll die Schichtarbeit reformiert werden und bessere Pauschalen für die Rufbereitschaft bezahlt werden.

Wie der Marburger Bund mitteilt, haben sich in Bayern 93 Prozent der Mitglieder der Ärztegewerkschaft für den Streik ausgesprochen. Regionale Kundgebungen sind laut Gewerkschaftssprecherin Lange derzeit nicht geplant. Stattdessen soll es am Freitag, 17. Januar, einen Protestmarsch in München geben.

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