Amberg
03.09.2018 - 12:06 Uhr

Ästhetik des Bürgersinns

Die griechische Antike wird meist nur als die Klassik der Kunst gesehen. Ihr Ursprung hat jedoch eine politische Dimension: die Demokratie.

Blick durch ein Feld Original-WAA-Bauzaun, das das Tempelmuseum erst kürzlich online ersteigert hat (mittlere Facette von links): der Landtagsabgeordnete der Grünen Jürgen Mistol, Ambergs Stimmkreiskandidat Klaus Ebenburger und Wilhelm Koch, unermüdlicher Kämpfer für einen Tempelbau bei Etsdorf. Bild: Bild: Hartl
Blick durch ein Feld Original-WAA-Bauzaun, das das Tempelmuseum erst kürzlich online ersteigert hat (mittlere Facette von links): der Landtagsabgeordnete der Grünen Jürgen Mistol, Ambergs Stimmkreiskandidat Klaus Ebenburger und Wilhelm Koch, unermüdlicher Kämpfer für einen Tempelbau bei Etsdorf.

(zm) Grüne Politik hat sich seit jeher Dezentralisierung und eine selbstbewusste Zivilgesellschaft auf die Fahnen geschrieben. Kandidaten der bevorstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen statteten vor diesem Hintergrund am Freitag dem Tempelmuseum in Etsdorf einen Informationsbesuch ab. Allen voran der Landtagsabgeordnete und Direktkandidat in Regensburg, Jürgen Mistol, dem dieses Projekt bisher offenbar kein Begriff war.

Hauptinitiator Wilhelm Koch erläuterte der Runde, darunter auch der Amberger Stimmkreiskandidat Klaus Ebenburger, ausführlich das Konzept, das hinter dem Museum in dem 500-Einwohner-Dorf steht und zum Ziel hat, nahe Etsdorf einen weithin sichtbaren Tempelbau zu errichten. Koch will dieses Mammutprojekt als ästhetische Manifestation eines umfassenden Bürgersinns sowie bürgerlichen Selbstbewusstseins verstanden wissen. Den Begriff fasst er weit, so dass beispielsweise auch der Oberpfälzer Widerstand gegen die einst geplante WAA darin seinen Platz hat, was bei den Grünen auf offene Ohren stieß. Denn ihr politischer Ursprung ist in der Region sehr eng mit diesen Jahren verbunden.

 
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