18.07.2018 - 11:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg wird bunter

Er ist der Popstar unter den Künstlern. Bunt, lebensfroh und doch sehr politisch. Nun kehrt Friedensreich Hundertwasser nach 14 Jahren wieder mit einer Ausstellung ins ACC zurück.

Alexandra Kummert (links) und Petra Strobl mit den noch eingepackten Werken von Friedensreich Hundertwasser. Sie werden erst kurz vor Ausstellungsbeginn ins ACC gebracht und dort aufgehängt.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Noch probt im Saal des ACC die Band für die nächste Schulabschlussfeier, doch schon in wenigen Tagen bricht hier die Hektik aus. Innerhalb kurzer Zeit muss der Raum umgebaut, müssen Stellwände errichtet und die Bilder aufgehängt werden. Mehr als 70 Originalgrafiken aus der gesamten Schaffensperiode des österreichischen Künstlers sind von Montag, 23. Juli, bis Mittwoch, 19. September, hier zu sehen.

Dazu einige original Rosenthal-Keramiken sowie das Gemälde "Satte Sonne". Aufgebaut wird die Schau diesmal nicht im rechten Winkel - Hundertwasser würde sich wohl im Grabe umdrehen. Vielmehr greift das ACC-Team um Organisatorin Alexandra Kummert die Spiralform auf, die beim Künstler eine zentrale Rolle gespielt hat.

Friedensreich Hundertwasser - 90 Jahre wäre er heuer geworden, für das ACC ein Anlass, den wohl bekanntesten deutschsprachigen Künstler wieder für die im zweijährigen Turnus laufende Sommerausstellung nach Amberg zu holen. "Hundertwasser war bis jetzt die erfolgreichste Ausstellung", sagt ACC-Geschäftsführerin Petra Strobl. Sie war schon 1997 dabei, als die erste dieser Reihe die große Kunst in die kleine Stadt brachte, damals Picasso in einem eher bescheidenen Rahmen.

Ein fester Termin

Inzwischen ist der Termin fest im Kalender der Kunstsinnigen verankert, von Chagall über Dali und Miró bis hin zu Beuys oder Warhol reicht die Spanne der gezeigten Werke in den vergangenen knapp 20 Jahren. Und über allem thront Hundertwasser, der seit 2004 unangefochten den Besucherrekord hält. "Was den Leuten an ihm gefällt, ist die Farbenvielfalt", sagt Petra Strobl. Ziel des Künstlers sei es gewesen, den Menschen eine Freude zu machen. Das gelingt ihm bis weit über seinen Tod hinaus, wie der Erfolg der Hundertwasser-Ausstellungen zeigt.

Möglich macht diese Werkschau des Künstlers, der sich zuletzt nach Neuseeland zurückgezogen hatte, die Galerie Saal aus Ludwigshafen, die sich auf Hundertwasser spezialisiert hat. Sie stellt die Exponate zur Verfügung, die einen breiten Einblick in das Druckwerk des Künstlers geben. Darunter nicht nur Lithographien sondern auch Radierungen. Gezeigt wird auch die allererste Litho Hundertwassers mit dem Titel "Die Araberin".

Eine Kunstausstellung im ACC ist keine ohne das passende Begleitprogramm. Die beliebten Führungen, ein kunstpädagogisches Atelier oder die inzwischen traditionelle lange Kunstnacht runden ab und ergänzen. Ambergs Hotels und Geschäftsleute werden in bewährter Weise Sonderaktionen starten und die Stadt Amberg für ein paar Wochen im Sommer ein bisschen Hundertwasser werden. Den alten Friedrich würde es wohl freuen.

Zahlen und Daten:

Rund um Hundertwasser

Eintrittspreise

7 Euro Erwachsene, ermäßigt und Gruppen ab 15 Personen 6 Euro. Schüler und Studenten sowie Azubis und Schwerbehinderte zahlen 5 Euro, Schulklassen drei Euro pro Person, eine Begleitperson in frei. Die Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder bis 17 Jahre) ist für 17 Euro zu haben, Kinder unter sechs Jahren sind frei.

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag 11 bis 19 Uhr

Donnerstag und Freitag 11 bis 20 Uhr.

Aktionen

Führungen jeden Donnerstag und Freitag ab 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag 14 bis 16 Uhr (3 Euro plus Eintritt)

Vorträge und zahlreiche Begleitveranstaltungen. Gezeigt wird auch der Film "Hundertwassers Regentag" von Peter Schamoni zu jeder vollen Stunde. (ass)






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