Nach den Zahlen des Amberger Standesamts, die Oberpfalz-Medien von der städtischen Pressestelle zur Verfügung gestellt bekam, starben im März 52 Einwohner der Stadt, im April 47.
Der Wert für den März liegt damit leicht unter den Zahlen für diesen Monat in den Jahren 2017 bis 2019 (zwischen 54 und 57). Der Wert für den April übersteigt zwar den Vergleichsmonat des Vorjahres um 4 Fälle, ist aber deutlich geringer als der Durchschnitt für den April in den Jahren 2017 bis 2019 (54,7). Dieser höhere Schnitt geht vor allem auf einen Ausreißer zurück: Im April 2018 verzeichnet die Statistik 74 Todesfälle von Ambergern.
Der Vergleich mit Weiden ist aktuell in einer anderen Kategorie möglich: den Sterbezahlen, die nicht nur die Einheimischen, sondern alle in der Stadt Verstorbenen – speziell auch die im örtlichen Klinikum – umfassen. Da sowohl die Einwohnerzahlen als auch die Größenordnungen der jeweiligen Krankenhäuser ähnlich sind, haben diese Werte durchaus Aussagekraft.
In Weiden hat hier der März 2020 einen Rekordwert hervorgebracht: 126 Sterbefälle. Das ist weit mehr als in jedem März seit 2015 und zum Beispiel fast doppelt so viel wie im März 2017. Im April starben in Weiden sogar 188 Menschen – so viele wie im April 2018 und 2019 zusammen. Wobei der April 2019 mit einem Wert von 100 schon deutlich über allen Vergleichsmonaten seit 2015 lag.
In Amberg dagegen verzeichnet im März 2020 die Statistik 109 Sterbefälle, im April 101. Das liegt für den März unter dem Schnitt der drei Vorjahre (113). Für den April ist es zwar etwas mehr als der Durchschnitt seit 2017 (95,3), aber deutlich weniger als beim Höchststand von 2018 (122).
Für Amberg und das Klinikum St. Marien kann demnach keine Rede davon sein, dass Corona die Zahl der Sterbefälle erkennbar in die Höhe hätte schnellen lassen.















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