28.02.2020 - 15:19 Uhr
AmbergOberpfalz

In Amberg deutlich mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

Der Konjunkturmotor gerät immer mehr ins Stottern, der Arbeitsmarkt erweist sich dennoch als relativ stabil.

Adrian Heilmann, Leiter der Amberger Agentur für Arbeit.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Zuständigkeitsbereich der Amberger Agentur für Arbeit von Januar auf Februar um 30 auf 2180 gesunken. Das ist die gute Nachricht, die aus dem Monatsbericht der Behörde hervorgeht. Nun die schlechte: Vor einem Jahr gab es 200 Jobsuchende weniger. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich im Vergleich zum Januar um 0,1 Prozent auf 3,8. Im Vorjahr lag dieser statistische Wert bei 3,5 Prozent.

Im Januar war laut Agenturleiter Adrian Heilmann im Stadtgebiet von Amberg ein im Vorjahresvergleich relativ starker Anstieg zu beobachten. Nach zwei besonders guten Jahren sei auffällig gewesen, dass die Arbeitslosenzahlen deutlich über denen von Januar 2019 lagen. Im Februar habe sich der Anstieg wieder etwas abgemildert. Heilmann: "Der Arbeitsmarkt unterliegt immer gewissen Schwankungen. Der zuletzt besonders starke Anstieg lässt sich aber nicht auf bestimmte Branchen oder Entwicklungen in einzelnen Betrieben zurückführen, sondern streut sich quer durch unterschiedliche Wirtschaftsklassen." Aus den aktuellen Zahlen gehe vor allem eines hervor: "Besonders stark von Arbeitsplatzverlusten betroffen waren Menschen ohne Ausbildung."

Aufgrund weltpolitischer Ereignisse wie dem Brexit und internationaler Handelskonflikte zeichneten sich bereits 2019 Auswirkungen der Konjunkturabschwächung im Bezirk der Geschäftsstelle Amberg ab. In vielen Fällen habe mit Unterstützung der Arbeitsagentur ein Stellenabbau verhindert werden können. "Zeiten mit rückläufiger Auftragslage können genutzt werden, um das eigene Personal weiterzubilden, um hinterher deutlich schlagkräftiger in den konjunkturellen Aufschwung zu gehen." Dazu leiste die Agentur für Arbeit in Amberg Unterstützung durch Beratung und Zuschüsse", betont Heilmann.

Obwohl sich der Bedarf an Fachkräften in manchen Branchen etwas verringert habe, suchten viele Betriebe weiterhin händeringend nach qualifiziertem Personal. Insbesondere für den Pflegebereich vermittele die Agentur Umschulungen sowie Aus- und Weiterbildungen. Die Betriebe meldeten dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter seit Jahresbeginn 360 Stellenangebote. Das sind circa 80 weniger als vor einem Jahr.

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