24.05.2020 - 13:18 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg näht mehr als 15000 Masken

Amberg hat genäht - und das mit einem riesigen Erfolg. Die Stadt Amberg sorgt für das Material und rund 200 Näherinnen werden aktiv. Das reicht für 15 892 Masken - Altenheime, Senioren und Kindergärtnerinnen werden damit ausgestattet.

Oberbürgermeister Michael Cerny (links) und der Leiter der Zentralen Dienste Josef Singer sagen allen, die sich an der Maskennähaktion der Stadt Amberg beteiligt haben, danke.
von Externer BeitragProfil

Unter dem Motto "Amberg näht" hatte die Stadt Amberg Stoffe und Nähutensilien zur Verfügung gestellt und über die Freiwilligenagentur Ehrenamtliche dazu aufgerufen, Nasen-Mund-Bedeckungen zu nähen. Ziel war es, in den Zeiten, in denen Masken noch nicht so einfach zu bekommen waren, die ältere Bevölkerung sowie das Betreuungspersonal in Seniorenheimen und Kindertageseinrichtungen mit Alltagsmasken auszustatten.

Jetzt ging die zum 1. April begonnene Aktion zu Ende. "Mit einem überwältigenden Erfolg", wie Oberbürgermeister Michael Cerny und Koordinator Josef Singer, der Leiter der Stabsstelle Zentrale Dienste bei der Stadt Amberg, jetzt Bilanz ziehen konnten. Für diesen Einsatz, für den man eine Wertschöpfung in Höhe von mehr als 110 000 Euro errechnet hatte, bedankten sich der Amberger OB und Josef Singer ganz herzlich bei allen Beteiligten und versprachen, die tolle Aktion bei Gelegenheit zusammen mit ihnen gebührend zu feiern.

15 892 Masken genäht

Allein am letzten Tag waren noch einmal 1 350 Masken abgegeben worden. Insgesamt hatten rund 200 Näherinnen mitgemacht und im Laufe von sieben Wochen insgesamt 15 892 Mund-Nase-Bedeckungen hergestellt, davon 12 465 aus Stoff und 3 427 aus Vlies. Das wiederum bedeutet, das im Durchschnitt jede der Näherinnen rund 80 der Alltagsmasken angefertigt hatte. Einige von ihnen waren mit mehreren 100 und sogar fast 1 000 Exemplaren dabei.

Rund 35 Helferinnen und Helfer hatten anschließend in 1100 Stunden dafür gesorgt, dass die Masken den Empfängern möglichst zeitnah zugestellt werden konnten. Allein an die Amberger Altenheime wurden im Rahmen der Maßnahme 5662 Masken verteilt. Außerdem erhielten insgesamt 10 230 Amberger ab 65 Jahren eine Alltagsmaske. Auch die Kindertageseinrichtungen und Tagesmütter gingen natürlich nicht leer aus.

Hier hat jeder Beschäftigte von der Stadt Amberg drei - in dem Fall allerdings zugekaufte - persönliche Schutzmasken erhalten. Insgesamt waren dies 825 Stück. Um den Näherinnen ausreichend Material zur Verfügung stellen zu können, hatte die Stadt Amberg 3000 Meter Baumwollstoff, 2700 Meter Gummiersatz für Bänder und 350 Rollen Garn beschafft. Daneben waren aber auch viele Näherinnen gerne bereit, Materialien aus ihrem eigenen Fundus zur Verfügung zu stellen.

Zwischenbilanz Anfang Mai

Amberg

Allein die Materialkosten für diese Aktion beliefen sich auf insgesamt 26 000 Euro. Wären die ehrenamtlichen Näherinnen auf Mindestlohnbasis zu bezahlen gewesen, wären zudem noch einmal Lohnkosten in Höhe von 84 600 Euro angefallen. Nicht beziffern lässt sich laut Pressemeldung freilich der soziale Aspekt, der bei dieser Aktion einen gewichtigen Teil ausmacht. Könne man daran doch deutlich ablesen, wie sehr man sich in Amberg die weit verbreitete Aufforderung zu Herzen genommen hat, zusammenzuhalten und das Miteinander mit Leben zu erfüllen.

"Dieser Einsatz ist nicht hoch genug zu bewerten. Darum nochmals mein herzlichster Dank - auch im Namen unserer Mitbürger, denen damit wirklich sehr geholfen werden konnte", stellte OB Michael Cerny zum Abschluss fest: "Denn das haben uns die zahlreichen positiven Rückmeldungen und Dankschreiben deutlich gezeigt."

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