Die Stadt Amberg hat eine Umfrage zur zukünftigen Freiraumgestaltung des Bürgerspitalareals gestartet. Bürgerinnen und Bürger können ihre Meinungen und Vorschläge über die städtische Beteiligungsplattform mitmachen.amberg.de einbringen.
Die Umfrage läuft bis zum 1. Oktober 2026. „Bürgerbeteiligung ist ein zentraler Pfeiler unserer Stadtentwicklung“, wird Oberbürgermeister Michael Fritz in einer Pressemitteilung zitiert. Dort heißt es weiter, die Stadtverwaltung werde die eingereichten Beiträge auf ihre Machbarkeit prüfen, der Stadtrat werde die finale Entscheidung treffen.
Hintergrund der Umfrage sei ein Empfehlungsschreiben des Bürgerrats Amberg vom 17. November 2022, das maßgeblich zur Bebauungsplanung des Areals beigetragen habe. Nachdem inzwischen eine Baugenehmigung für den Wettbewerbsgewinner erteilt worden sei, rückten nun auch die zukünftigen öffentlichen Freiflächen wieder stärker in den Fokus. Auch hierzu habe der Bürgerrat verschiedene Empfehlungen erarbeitet, die möglichst umfassend in die weiteren Planungen einfließen sollten.
„Da innerstädtische Flächen begrenzt sind, können nicht alle gewünschten Gestaltungselemente umgesetzt werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Umfrage solle dabei helfen, Prioritäten zu setzen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer könnten in Kategorien wie „Archäologie & Geschichte“ oder „Kultur & Aufenthalt“ Prioritäten vergeben. Nach Abschluss der Umfrage sollten Entwürfe erstellt werden, die dem Bauausschuss zur Entscheidung vorgelegt würden.
Für weitere Informationen können sich Interessierte an das Stadtplanungsamt unter der Telefonnummer 09621/10-1414 oder per E-Mail an Planungsamt[at]Amberg[dot]de wenden.













Pseudo-Beteiligung statt echter Gestaltung?
Ernsthaft ?
Einerseits werden die Bürgerinnen und Bürger in dem Artikel großzügig aufgerufen, sich an der Gestaltung des neuen Bürgerspitalplatzes zu beteiligen – einer Fläche wohlgemerkt, die im Eigentum der Stadt bleibt und nicht dem Investor gehört.
Andererseits liefert die gedruckte Fotomontage der „evh_architekten“ die Antwort gleich mit. Zu sehen ist ein komplett durchgepflasterter Platz mit gerade einmal drei Alibibäumen im Hintergrund.Die Unterzeile setzt dem Ganzen die Krone auf: „So soll es irgendwann einmal auf dem Bürgerspitalareal aussehen.“
Was bitteschön soll der Bürger hier überhaupt noch gestalten, wenn die optischen Fakten längst geschaffen zu sein scheinen? Immerhin muss man den Planern eines lassen: Die Gestaltung des Platzes fügt sich nahtlos in die Ästhetik des Baukörpers ein. (Sarkasmus aus)
Wenn das geplante Gebäude schon an architektonischer Einfallslosigkeit kaum zu überbieten ist, dann zieht man die Tristesse im Vordergrund konsequent mit durch. Wenn schon, dann beides gleich hässlich
Dass sich der Bürgerrat übrigens maßgeblich für genau diese Beton-Architektur eingesetzt haben soll, entspricht schlicht nicht der Wahrheit.Viel schlimmer als die optische Öde ist jedoch die Ignoranz gegenüber der Realität: Die bereits in diesem Sommer schmerzhaft spürbaren Folgen der Klimawende werden hier völlig außer Acht gelassen.
Wie man im Kern einer historischen Altstadt Hitzeinseln vermeidet und für echte Beschattung und Entsiegelung sorgt, hat bei dieser Planung anscheinend niemanden interessiert. Wenn Bürgerbeteiligung nicht zur reinen Farce verkommen soll, muss dieser Entwurf radikal überdacht werden.
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