Die Anzahl der Todesfälle steigt damit im Landkreis auf 31, während sie in der Stadt unverändert bei 3 bleibt. 23 dieser insgesamt 34 Verstorbenen lebten nach Angaben des Gesundheitsamtes in Heimen. Nach Informationen von Oberpfalz-Medien stehen 13 davon in einem Zusammenhang mit dem BRK-Seniorenheim in Hirschau, in dem vor Ostern ein besonders heftiger Corona-Ausbruch bekannt geworden war.
Einen konkreten Grund für die hohe Zahl an neuen Todesfällen nennt der Lagebericht nicht. Der Anstieg entspricht jedoch der auf ganz Deutschland bezogenen Erwartung von Experten, die ihre Einschätzung damit begründen, dass sich zuletzt mehr ältere Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten. Sie weisen zudem darauf hin, dass Todesfälle häufig mit deutlicher Verzögerung gemeldet werden. Soll heißen: Die wenigsten Verstorbenen, die an einem bestimmten Tag neu gemeldet werden, sind auch tatsächlich an diesem Tag gestorben.
Grundsätzlich teilt das Amberger Gesundheitsamt zu den Todesursachen mit: "Bei den Todesfällen gilt es jedoch zu beachten, dass jeder positiv getestete Verstorbene als Covid-19-Todesfall registriert wird, gleichgültig ob die Person an oder mit der Virusinfektion verstorben ist. Es handelt sich in der Regel um hochaltrige Menschen mit erheblichen Vorerkrankungen."
Das Durchschnittsalter der in der Stadt Amberg und im Landkreis Verstorbenen liegt laut Gesundheitsamt bei 85 Jahren. Das Durchschnittsalter der Fälle ohne Verstorbene betrage 54 Jahre, heißt es im Lagebericht. "In Bayern sind in der Altersgruppe der über 80-Jährigen 20 Prozent der in dieser Altersgruppe positiv Getesteten verstorben, in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach sind es 21 Prozent", wird ergänzend vermeldet.
Relativ wenig Bewegung gab es bei den bestätigten Corona-Fällen insgesamt. Sie beträgt in Amberg nach wie vor 68, in Amberg-Sulzbach 415 (+8).
Die Angaben zu den Personen in Quarantäne geben den Stand vom 20. April wieder. Hier sind es im Landkreis 102 Fälle mit 98 Kontaktpersonen, in Amberg 19 Fälle mit 31 Kontaktpersonen, also insgesamt 250 Betroffene.
Aus der häuslichen Isolation entlassene, genesene Infizierte (ohne Heime und Krankenhäuser) werden für die Stadt Amberg 35 Personen aufgeführt, für den Landkreis 136 Personen.

















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