16.08.2018 - 13:28 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg-Sulzbachs Wälder leiden: Hitze hilft dem Borkenkäfer

Trockenheit und Hitze machen dem Wald zu schaffen. Die Bäume seien so geschwächt, dass sie besonders anfällig für Schädlinge seien, meldet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg. Und spricht vor allem vom Borkenkäfer.

Hier hat sich der Borkenkäfer durchgefressen.

(exb) Die Wälder im Landkreis Amberg-Sulzbach seien aufgrund der Hitzewelle heuer besonders anfällig für Schädlinge, betont Franz Eichenseer in einer Pressemitteilung des Forstamts. "Vermehrt findet man Fichten mit abfallender Rinde oder roter Krone, die vom Borkenkäfer befallen sind", konkretisiert er und warnt: "Kaum vorstellbar, aber bei einer Massenvermehrung können Borkenkäfer ganze Waldbestände zum Absterben bringen." Deshalb müsse dieser Schädling rasch und effizient bekämpft werden.

Die Behörde empfiehlt allen Waldbesitzern, ihre Bestände "regelmäßig, am besten wöchentlich, zumindest aber 14-tägig, auf frischen Borkenkäferbefall hin zu kontrollieren". Dabei sollten sie besonders "nach frisch befallenen Fichten mit Bohrmehl" Ausschau halten. Wer befallene Stämme finde, sollte "möglichst schnell" mit der Bekämpfung beginnen - "denn der Borkenkäfer braucht nur sechs Wochen" für die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen, flugfähigen Käfer.

Deshalb sollte man befallene Stämme auch sofort entrinden oder sie aus dem Wald schaffen und die Baumkronen häckseln, lautet der amtliche Tipp. Die Bayerische Forstverwaltung unterstütze die Waldbesitzer - durch kostenlose Beratung seitens der Revierleiter und durch eine finanzielle Förderung der insektizidfreien Borkenkäfer-Bekämpfung. "Für frisch befallenes Schadholz gibt es für die Entrindung oder die Zwischenlagerung in ausreichender Entfernung zum Wald vier Euro pro Festmeter", heißt es in der Presseinfo. Mit derselben Summe werde das Hacken von Baumkronen bezuschusst. "Die Förderung wird ab einer Bagatellgrenze von 250 Euro ausbezahlt. Das entspricht einem Schadholzanfall von etwas über 60 Festmeter."

Der Antrag auf Förderung sollte möglichst vor dem Beginn der Aufarbeitung beim zuständigen Revierleiter gestellt werden. Dieser berate die Waldbesitzer auch zu weiteren Einzelheiten.

Frisches Bohrmehl am Stammfuß einer Fichte
Deutlich erkennbar: Borkenkäferbefall an Fichten

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