Die guten Ergebnisse bei der Landtags- und Europawahl geben auch der Amberger-Grünen-Kreisgruppe Aufwind. "Wir wollen, dass Amberg ergrünt", formulierte es bildhaft Bezirkssprecherin Tina Winklmann. Um die Basis im Stadtgebiet zu verbreitern, plant die Führungsspitze die Gründung einer Grünen Jugend.
Auf Plakate verzichten
"Die grünen Stadträte in Amberg gehen auf die Bürger zu und leisten klasse Arbeit." Dies bescheinigte Tina Winklmann der Öko-Partei. Ziel müsse es sein, bei den Kommunalwahlen im März nächsten Jahres noch mehr Grüne in den Stadtrat zu bringen. Aus den Reihen der Mitglieder kam der Vorschlag, bei der Kommunalwahl auf großzügige Plakatierung zu verzichten. Dazu sollte man mit den anderen Parteien das Gespräch suchen und sich vielleicht ausschließlich auf die Werbung auf großen Gemeinschaftstafeln beschränken.
Hans-Jürgen Bumes zeigte sich in seiner Jahresbilanz für 2018/19 mit dem guten Abschneiden des Amberger Landtagskandidaten Klaus Ebenburger mehr als zufrieden, sei er doch auf Platz vier vorgewählt worden. Allerdings habe Ebenburger seine Parteifreunde mit 14 Info-Ständen ganz schön gefordert. Bumes: "Das hat gezeigt, dass in Amberg was geht." Nun gelte es, nach dem erfolgreichen Wahlkampf das Loch in der Parteikasse wieder zu stopfen.
Besonders erfreut zeigte sich Bumes vom landesweit guten Ergebnis beim Volksbegehren "Rettet die Bienen". Als Folge übernehme die CSU in Bayern zunehmend grüne Positionen. Die Menschen hätten das Insektensterben verinnerlicht. "Das klare Ergebnis hat der Staatsregierung die Nachhaltigkeit ins Hirn gehämmert", analysierte Bumes die Folgen.
Erfreut zeigte sich der Grünen-Sprecher auch über die Diskussionen, die die Schülerdemos "Fridays for Future" ausgelöst hätten. Damit sei der kritische Blick auf den Klimawandel geschärft worden: "Ohne diese Aktionen wäre nicht so viel Schwung reingekommen."
5G und die Folgen
Aktuell beschäftige den Stadtrat der von einem Autohaus beantragte Neubau einer Niederlassung, der einen enormen Flächenverbrauch zur Folge hätte. Da müsse die Stadt endlich den Deckel draufsetzen. Bumes bedauerte, dass über die Folgen des 5 G-Netzes zu wenig Einzelheiten bekannt seien. Er befürchtet einen enormen Zuwachs an Funkmasten.
Bei den fälligen Neuwahlen gab es nur einstimmige Ergebnisse. Hans-Jürgen-Bumes ist wieder Zweiter Sprecher, der Posten der Ersten Sprecherin konnte nicht besetzt werden. Neu in den Vorstand wählte der kleine Kreis der Mitglieder Claudia Ried als Schatzmeisterin und Tina Schleicher als Schriftführerin. Michael Ullmann, der dem bisherigen Schatzmeister Klaus Ebenburger eine einwandfreie Kassenführung bestätigt hatte, bleibt Revisor. Bumes sieht eine wichtige Aufgabe darin, nicht nur bei der Stadtratswahl gut abzuschneiden, sondern auch in Amberg eine Grüne Jugend zu gründen. Darüber hinaus bedauerte er, dass es im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Parteiorganisation noch weiße Flecken gebe. Bumes kündigte an, dass er auf Sicht sein Sprecheramt abgeben werde und die Partei frischen Wind an der Spitze brauche.













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