07.04.2021 - 13:45 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Musiker spielen eine Stunde lang für einen Live-Stream

Von wilden Pferden über Eigenkompositionen zur bedingungslosen Weltliebe: Fünf Freunde der Musik bieten über 60 Minuten Nostalgie im Live-Stream von "Amberg schaut laut".

von Dagmar WilliamsonProfil

Auch wenn nicht jeder ihre Namen kennt – gesehen und gehört wurden sie bestimmt in der Vergangenheit auf irgendeiner Amberger Bühne: Gesangsstimmen Marie Bräuer, Diana Laden, Ashonte „Dolo“ Lee, Gitarrist Michael Dandorfer und Pianist Toby Mayerl. Letzterer ist der Kopf der Initiative „Amberg schaut laut“ am Ostermontag. Und weil Konstantin Schatz sein Atelier Teufelsbäck gerne gefüllt sieht, ließ er die Musiker auch zu sich kommen, damit Liebhaber der Amberger Musik-Szene, sich sehnend nach alten Zeiten, ein Live-Konzert, zumindest digital, anschauen können. Nein, vergessen lassen sie sich nicht.

Den Einstieg machten sie mit „Wild Horses“ von den Rolling Stones, angelehnt an die Variante von Soul-Musikerin Alicia Keys. Michael Dandorfer stellte ein Stück seines Solo-Projekts vor und ließ sich bei einem weiteren vom Piano begleiten. „Dolo“ glänzte mit seiner Version von „Plush“ von den Stone Temple Pilots und für Gänsehautmomente sorgten Marie Bräuer und Diana Laden mit ihren unverkennbaren Stimmen. Zum Schluss wurde bewusst „What the world needs now“ von Dionne Warwick interpretiert. Mit Moviaq als Live-Übertrager auf der Plattform life:am:berg über Facebook wurde die Produktion mit Überblendungen und Aussicht aus den Fenstern verschönert.

Freilich fehlte das Konzert-Gefühl, die Masse an Gästen zusammengerückt in einem Saal oder als Freiluft-Darbietung. Es fehlte der Bass, das Klatschen, die genießenden Gesichter der Zuschauer. Und den Musikern fehlte die Dankbarkeit in Form von Applaus. Nichtsdestotrotz, für einen Auftritt aus Lust an der Freude ohne Gage, erfreute „Amberg schaut laut“ mindestens 160 Gemüter im Live-Stream.

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