Amberg
05.06.2019 - 15:01 Uhr

Amberger SPD will von Ursensollen lernen

Birgit Fruth, die SPD-Kandidatin für das Amberger Oberbürgermeisteramt, ist voll des Lobes über den Ursensollener Bürgermeister Franz Mädler von den Freien Wählern.

Zwei, die sich verstehen: SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth und Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler (Freie Wähler). Bild: exb
Zwei, die sich verstehen: SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth und Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler (Freie Wähler).

Nach einem Besuch in der Nachbargemeinde lässt Fruth per Pressemitteilung wissen: "Da verseht einer sein Handwerk in Sachen Wirtschaft, da kann man sich einiges abschauen, wie man es machen könnte, um auch den Standort Amberg wirtschaftlich für die Zukunft gut aufstellen zu können."

Was in Ursensollen in den vergangenen Jahren geleistet wurde, sei bemerkenswert, heißt es in dem Schreiben. Die Tatsache, dass mittlerweile elf Jahre vergangen sind, seit das Thema interkommunales Gewerbegebiet angestoßen wurde und es noch immer nicht umgesetzt ist, will Fruth nicht hinnehmen. Franz Mädler dazu: "Es ist schwierig und dauert schon sehr lange. Ein interkommunales Gewerbegebiet hätte nicht nur Vorbildcharakter, es würde die ganze Region wirtschaftlich nach vorne bringen, der heimischen Wirtschaft Zukunftspotential bieten und neuen Firmen die Türen öffnen."

"CSU ohne Konzept"

Fruth wird noch deutlicher: "Wir müssen endlich unseren wirtschaftlichen Stützen in Amberg, dem Mittelstand, adäquate Flächen anbieten können. Seit Jahren weiß man, dass die Grenzen der Stadt eng gesteckt sind, man auf Partner, wie beispielsweise Ursensollen, angewiesen ist." Fruth attackiert den politischen Gegner: "Die CSU hat kein Konzept, unsere Wirtschaftskraft zu stärken, das Rückgrat unserer Region, zu unterstützen." Dabei habe Amberg ein enormes Potenzial an Top-Firmen.

Auch bei der Kultur

Birgit Fruth betont zudem, dass es auch im kulturellen Bereich einiges vom Nachbarn abzuschauen gäbe. Eine Kleinkunstbühne wie das Kubus wünscht sich die SPD-Fraktionsvorsitzende auch für Amberg. Nach der Schließung des ehemaligen Club Habana sehe es nicht rosig aus. Mit dem alten Kino Ring-Theater wäre eine ansprechende Immobilie in der Altstadt bereits vorhanden. Über Konzept, Inhalt und Finanzierung müsse aber mit Eigentümer Andreas Wörz gesprochen werden. Dass das Angebot Ursensollens, auch beim Neubau des Planetariums interkommunal zusammenzuarbeiten, nicht angenommen wurde, bedauert Fruth: "Vollkommen unverständlich diese Entscheidung - eine Fehlentscheidung."

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