09.04.2019 - 11:17 Uhr
AmbergOberpfalz

Ambergerin debattiert sich ins Bundesfinale

Gegen sie ist mit Argumenten schwer anzukommen: Miriam Witt (16) vom Gregor-Mendel-Gymnasium hat beim Wettbewerb "Jugend debattiert" das Bundesfinale erreicht.

Miriam Witt hat es geschafft: Sie darf im Juni am Bundesfinale "Jugend debattiert" teilnehmen.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Ob bei Themen wie Artenvielfalt, Bundeswehr oder einem verpflichtenden Auslandsaufenthalt für alle Schüler weiterführender Schulen – Die bayerischen Schüler zeigten sich im Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ laut einer Pressemitteilung des Kultusministeriums als versierte Redekünstler und lieferten sich spannende rhetorische Duelle.

Die beiden Erstplatzierten des Landesfinales vertreten gemeinsam mit den Zweitplatzierten jeder Altersstufe den Freistaat Bayern bei den Bundesfinaltagen von „Jugend debattiert“ im Juni in Berlin. Als Auszeichnung für ihre Leistung und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die Gewinner nun ein fünftägiges professionelles Rhetorik-Training. An dem Seminar nehmen auch die Siegerinnen und Sieger der anderen Bundesländer teil.

Eine Ambergerin ist dabei: Miriam Witt vom Gregor-Mendel-Gymnasium erreichte in der Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10/11 bis 13) den zweiten Platz. Die Zehntklässlerin erhielt Lob von höchster Stelle: Kultusminister Michael Piazolo sprach von „sehr klugen Argumenten und die geschickte Gesprächsführung“ der jungen Redner: „Mir gefällt nicht nur der gut abgestimmte Einsatz der eigenen Redebeiträge, sondern insbesondere auch der respektvolle Umgang mit der Meinung des Gegenübers. Die Schüler haben hier sehr gut verstanden, wie Demokratie funktioniert.“

Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ findet auf Schul-, Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Wettbewerb erfolgt an den Schulen im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften. Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an. Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. In der Eröffnungsrunde hat jeder der vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft der Redner.

Rund 200 000 Schülerinnen und Schüler an über 1300 Schulen beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit bei „Jugend debattiert“. In Bayern tauschen etwa 26 000 Schüler an rund 122 Schulen bei dem Wettbewerb ihre Argumente zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen aus.

Miriam Witt (links) beim Rededuell in München.
Strahlende Gesichter nach dem Landesfinale: Miriam Witt (Zweite von links) freut sich über den zweiten Platz.
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