14.04.2020 - 14:11 Uhr
AmbergOberpfalz

In Ambergs Partnerstadt Desenzano jetzt 23 Tote

Italien gehört zu den Ländern, die weltweit am meisten unter dem Coronavirus zu leiden haben. Am stärksten betroffen ist die Lombardei. Dort liegt auch Ambergs Partnerstadt Desenzano, in der es bereits 23 Tote gibt.

An den ersten warmen Tagen das Jahres sind die Strände am Gardasee normalerweise stark frequentiert. Nicht aber in Zeiten von Corona.

In Italien ist wieder eine Quarantäne-Woche beendet. Nun soll aber der Höhepunkt der sogenannten Corona-Kurve überschritten sein. Der langersehnte Abwärtstrend bei den Fallzahlen soll einsetzen. Die Lockdown-Maßnahmen in Italien wurden vorerst dennoch bis zum 3. Mai verlängert. Die Lage ist insgesamt schockierend. In ganz Italien sind 159 516 Menschen positiv getestet und 20 465 verstorben. Genesen sind 35 435. In Desenzano, das knapp unter 30 000 Einwohner hat, gibt es 23 Tote. Das war der Stand zu Ostern. Die Lombardei, zu der die Provinz Brescia gehört, in der Desenzano liegt, ist in Italien mit großem Abstand am schlimmsten von der Pandemie betroffen. Das restliche Italien und der Süden sind noch nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen. Es werden speziell Rom und Mailand überwacht, da hier die größte Gefahr einer starken Verbreitung des Coronavirus besteht. Die Bevölkerung ist mittlerweile durch die Quarantäne fast an der Belastungsgrenze. Auch in Desenzano. Es trifft vor allem wirtschaftlich schlecht aufgestellte Menschen oder Arbeiter mit Zeitarbeitsvertrag.

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Zu dem Gefühl eingesperrt zu sein, kommt noch der Arbeitsplatzverlust hinzu oder die Angst, diesen zu verlieren. Lebensmittel und essenzielle Güter sind ausreichend vorhanden. Es hat aber die Jagd auf Haarfarben begonnen. Ende März hatte die Stadtverwaltung beschlossen, die Straßen mit einem Desinfektionsmittel zu besprühen. Daraufhin gab es Beschwerden von Umweltschützern und Bewohnern, die das als schädlich für die Umwelt, die Tiere und vor allem den Gardasee ansehen.Das Krankenhaus von Desenzano ist weiterhin an seinem Limit angekommen, es gibt keine Intensiv-Betten mehr. Viele Patienten müssen in andere Krankenhäuser gebracht werden. Für Brescia hat die albanische Regierung zur Unterstützung für das Krankenhauspersonal Ärzte und Pfleger gesandt. In Desenzano scheint die Verbreitung des Virus leicht rückläufig zu sein. Momentan sind 1237 Infizierte und 23 Tote zu beklagen.

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