"Amoi seng ma uns wieda" - diesen Hoffnung weckenden Titel haben Melanie Dotzler, alias Sängerin Mièl, und Pianistin Iryna Hermann für ihre vier Konzerte gewählt, zu denen sie im November einladen. Die beiden treten in Gebenbach, Hirschau und zweimal in Amberg auf.
Monat der Besinnung
Der November mit den Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen, Buß- und Bettag, Volkstrauer- und dem Totensonntag gilt als Monat der Besinnung, des Gedenkens und der Trauer. Für Melanie Dotzler und Iryna Hermann ist er der ideale Zeitraum, um Menschen, die den Tod eines nahe Stehenden betrauern, die Möglichkeit zu bieten, über die Musik Zugang zur Trauer zu erhalten, diese wahrzunehmen und zu spüren.
Mièl sagt dazu: "Als Sängerin auf Beerdigungen und Trauerfeiern erlebe ich oft, wie heilsam und berührend die Musik für die Angehörigen und Trauernden ist und sie dadurch in dieser schwierigen Zeit Kontakt zu ihren Emotionen erhalten. Oder der Verstorbene wollte immer ein bestimmtes Lied zum letzten Geleit und ihm wird dieser letzte Wunsch erfüllt. Zudem ermöglichen die Musik und der Gesang eine intensiv erlebbare Form des Abschiednehmens, da Musik das vermitteln kann, was nicht in Worte zu fassen ist oder die Angehörigen einfach sprachlos sind und ihnen die Kraft fehlt."
Die Konzerttermine
Sonntag, 3. November, 14 Uhr, in der Pfarrkirche St. Martin in Gebenbach
Sonntag, 3. November, 18 Uhr, in der Friedhofskirche St. Katharina in Amberg
Sonntag, 10. November, 17 Uhr, in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hirschau
Sonntag, 17. November, 16 Uhr, in der Bergkirche in Amberg.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
Seit über 18 Jahren widmet sich die gebürtige Ambergerin Melanie Dotzler ihrer Passion, dem Gesang. Beruflich tut sie dies seit rund zwölf Jahren, nachdem sie in München eine Gesangsausbildung absolviert hatte.
Von Anfang an hat sich die Sängerin auf keine Musikrichtung festgelegt. Dank ihrer sehr wandelbaren Stimme kann sie viele Stilrichtungen bedienen: Soul, Pop, Gospel, Jazz, Blues, Klassik, Schlager, Austropop, Rockballaden, Mundart, Musical, aber auch geistliches Liedgut.
Die in der Stadt Shostka im Nordosten der Ukraine aufgewachsene Iryna Hermann besuchte dort bereits als Siebenjährige eine Musikschule. Mit 18 Jahren begann sie ein Musikstudium, das sie nach fünf Jahren erfolgreich abschloss. 2013 kam die Pianistin nach Hirschau. Sie erlernte zunächst autodidaktisch das Orgelspiel, bevor sie an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik ihre zweijährige Ausbildung zur nebenberuflichen Kirchenmusikerin abschloss.
Seit Jahren ist sie als Organistin und Chorleiterin in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt tätig. Iryna Hermann verfügt auch über Konzerterfahrung, gestaltete mit der Sängerin Gerlinde Dichtl Konzerte im österreichischen Breitensee und in Hirschau.
Schubert und Gabalier
Bei ihren vier jeweils rund einstündigen Konzerten im November präsentieren die beiden Musikerinnen ein Repertoire mit klassischen Kirchenliedern wie Schuberts "Ave Maria", modernen christlichen Stücken wie Jürgen Grotes "Mögen Engel dich begleiten" und auch weltliche Lieder, die einen Bezug zu Gott haben wie die deutsche Trauerversion des "Halleluja", "Fix you" von Coldplay oder Andreas Gabaliers "Amoi seng ma uns wieda".













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