09.05.2019 - 15:26 Uhr
AmbergOberpfalz

Aphasie-Selbsthilfegruppe: Zehn Jahre erst der Anfang

Aphasie - das ist der Verlust des Sprechvermögens oder Verstehens. Ursache ist eine Erkrankung des Sprachzentrums im Gehirn. In Amberg gibt es eine Selbsthilfegruppe. Und das schon seit zehn Jahren.

Aphasie-Regionalgruppenleiter Manfred Belusa (Zweiter von links) dankte allen, die mit ihm seit zehn Jahren für eine erfolgreiche Arbeit sorgen, darunter Renate Belusa, Ernst Ziegler, Elfriede Übler, Margareta Bachl, Georg Übler, Heidi Ziegler und Anton Bachl. Heike Frankenberger (links), Leiterin des Beratungszentrums Oberfranken für Menschen nach erworbener Hirnschädigung, gratulierte ebenfalls zum Zehnjährigen.
von Adele SchützProfil

"Hier ist ein Mensch noch Mensch!" "Hier will wirklich einer wissen, wie es dir geht!" Das sind Aussagen, die auf die Aphasie-Selbsthilfegruppe zutreffen, die heuer ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann. Zur Feierstunde hatte sie ins Klinikum St. Marien eingeladen, wo Manfred Belusa, der Leiter der Regionalgruppe, die Gäste willkommen hieß.

Klinikumsvorstand Manfred Wendl blickte auf die Anfänge der Selbsthilfegruppe zurück und erinnerte daran, dass im Dezember 2008 ein erstes Treffen mit dem damaligen Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum, Dr. Wolfgang Bößeneker, einberufen worden war. Gekommen waren auch mehrere Logopädinnen und Ralph Dürr, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern. Danach sei alles sehr schnell gegangen.

Unermüdlicher Einsatz

"Hilfe zur Selbsthilfe" war und ist laut Wendl das Ziel der Gruppe, die auch Angehörige miteinbezieht. Wörtlich sagte Wendl: "Zehn Jahre nach dem ersten Treffen der Aphasie-Selbsthilfegruppe kann diese auf eine sehr erfolgreiche Arbeit zurückblicken." Zu verdanken sei das dem unermüdlichen Einsatz von Ehrenamtlichen. Die akute Behandlung im Krankenhaus sei wichtig, doch für die Betroffenen sei die Nachbehandlung, wie sie die Selbsthilfegruppe leiste, ein wichtiger Teil als Ergänzung zu Therapie und Klinik. Er sicherte der Selbsthilfegruppe weiterhin seine Unterstützung zu. Der Vorsitzende des Aphasie-Landesverbandes, Thomas Loch, versicherte, dass die Regionalgruppe super arbeite.

Ein Kompliment für den großen Zusammenhalt machte der Selbsthilfegruppe Heike Frankenberger, Leiterin des Beratungszentrums Oberfranken für Menschen nach erworbener Hirnschädigung. Sie richtete ihren Dank an Manfred Belusa: "Sie geben der Gruppe Kraft und bringen Betroffene und Angehörige wieder dazu, am Leben teilzuhaben."

Einmal im Monat

Manfred Belusa selbst fand diese Worte: "Zehn Jahre Selbsthilfegruppe sind erst der Anfang." Er erwähnte nach einer Vorstellung der Ziele und Aufgaben, dass es in der Oberpfalz derzeit drei Selbsthilfegruppen für Aphasiker gibt - eine davon in Amberg. Er lud zu den monatlichen Treffen ein, die jeden ersten Donnerstag im Monat um 16 Uhr beziehungsweise um 15 Uhr in der Winterzeit im Konferenzraum des Klinikums sind.

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