22.08.2019 - 18:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Arbeitsagentur, Jobcenter und Jugendmigrationsdienst schließen Kooperationsvereinbarung

Um junge Migranten gesellschaftlich und beruflich möglichst zu integrieren, sind sehr unterschiedliche Anstrengungen nötig. Drei beteiligte Stellen wollen deshalb enger zusammenarbeiten.

Die Unterzeichner: (vorne, von links): Markus Nitsch, Leiter des Arbeitsagenturbezirks, Anna Weißmann (Jugendmigrationsdienst) und Jobcenterleiterin Sonja Schleicher (hinten, von links): Manfred Tröppl, Arbeitsagentur Amberg, Andrea Rausch (JMD) und Rainer Liermann (Jobcenter).
von Externer BeitragProfil

Der Jugendmigrationsdienst des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD), die Agentur für Arbeit Amberg sowie das Jobcenter für den Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg arbeiten künftig enger zusammen, um junge Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Dazu haben die drei Organisationen nun eine förmliche Kooperationsvereinbarung geschlossen, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

"Unsere Zusammenarbeit hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt. Darum ist es nur folgerichtig, diese Kooperation noch weiter auszubauen", unterstrich Sonja Schleicher, Leiterin des Jobcenters. Würden Probleme oder Fragen eine Partnerinstitution betreffen, könnten nun wichtige Informationen schneller eingeholt und an die jungen Menschen weitergegeben werden. In der Kooperationsvereinbarung verpflichten sich die drei Partner, ihre Integrationsarbeit speziell bei jungen Migranten im Alter zwischen zwölf und 27 Jahren enger miteinander abzustimmen. Dazu gehöre unter anderem, sich gegenseitig über jeweils aktuelle Angebote für Zuwanderer zu informieren und entsprechende Ansprechpartner zu benennen.

Anna Weißmann, stellvertretende Leiterin des Jugendmigrationsdienstes, berichtete: "Wir betreuen alle jungen Menschen mit Migrationshintergrund, vom Flüchtling bis hin zu jungen EU-Bürgern." Dementsprechend vielfältig seien die Fragen, vor denen die betroffenen jungen Menschen jeweils stünden. In der Regel handle es sich um "engagierte junge Menschen mit großem Interesse, ihre berufliche Zukunft zu gestalten."

Kommt künftig jemand aus diesem Personenkreis mit einem Anliegen zu einer der drei Institutionen, wird diese bei Bedarf auch auf Dienstleistungsangebote der Kooperationspartner aufmerksam machen, wird in der Pressemitteilung ausgeführt. Stehe ein junger Mensch vor einem Problem, könnten nun die institutionellen Partner nach einer nötigen Einwilligung der Betroffenen ihre auf den Fall bezogenen Informationen austauschen. "Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund passgenau zu unterstützen, ist eine enorm wichtige und wertvolle Aufgabe", betonte Markus Nitsch als Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Schwandorf. "Sie bereichern zum einen mit ihrem Hintergrund unsere Gesellschaft. Zum anderen werden die Fähigkeiten und Talente der jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt dringend benötigt."

Um auf künftige Herausforderungen reagieren zu können, ist die Vereinbarung "bewusst offen formuliert", hieß es weiter. Die Zusammenarbeit wurde für ein Jahr vereinbart und verlängert sich automatisch, wenn sie nicht aktiv gekündigt wird.

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