Amberg
25.06.2018 - 15:01 Uhr

Wenn Asterix Obelix am Handy anruft

Das Thema Gefahren und Chancen der Neuen Medien, speziell des Handys, beschäftigt auch die Buben und Mädchen der Rupert-Egenberger-Schule der Lebenshilfe.

Viel Beifall ernteten die hübsch kostümierten kleinen und größeren Schauspieler beim Schlussbild vor dem Piratenschiff. (usc)
Viel Beifall ernteten die hübsch kostümierten kleinen und größeren Schauspieler beim Schlussbild vor dem Piratenschiff.

(usc) Sie machten sich Gedanken über deren Verwendung und verarbeiteten sie für ein Theaterstück mit dem Titel "Handy-Verwirrung". Die Story ist an die Geschichte von Asterix und Obelix angelehnt. Piraten verkaufen den Römern und Galliern Mobiltelefone und lösen damit in beiden Lagern schier ungeahnte Folgen aus.

Letztendlich ermöglicht wurde das Theaterstück mit aufwendigen Kostümen durch die IKEA- und Heidehof-Stiftung. Bereits vor zwei Jahren wurde in der Rupert-Egenberger-Schule, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, eine Theatergruppe ins Leben gerufen. Diesmal schlossen sich 15 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren zusammen. Geleitet wird diese Gruppe vom Heilpädagogen Michael Schaffer und der Praktikantin Paulina Adame. In Kooperation mit der Schulband wurde das Theaterstück im weitläufigen Außenbereich des Heilpädagogischen Zentrums musikalisch mit eigens komponierten Stücken untermalt. Die Schüler durften ihre Rollen selbst aussuchen und das Stück auch in Eigenregie schreiben. Jeder war in irgendeiner Art beteiligt. Alles wurde in leichter Sprache formuliert, damit es jeder gut verstehen konnte.

Ziele des Theaterprojekts sind vor allem Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins. Es soll den Gruppenzusammenhalt fördern und zwischenmenschliches Miteinander verbessern. Zwei Monate vor Ende der Vorbereitung und Proben bezog man Kinder und Jugendliche mit ein, die teils schwere Mehrfachbehinderungen haben. Sie übernahmen begeistert Komparsen-Rollen.

Mit dem Stück verfolgt die Schule auch eine Verbesserung der Lese-, Konzentrations- und Merkfähigkeit. Auch die langsame und deutliche Aussprache ist Teil dieses Anspruchs.


 
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