Amberg
06.08.2021 - 10:35 Uhr

Außensanierung der Amberger Schulkirche beginnt

Zur Pfarrei St. Martin gehört nicht nur als Hauptkirche die Basilika St. Martin, sondern unter anderem auch die Schulkirche, die zu den bedeutendsten Rokoko-Kirchen in Deutschland zählt. Sie wird nun saniert.

Stadtpfarrer Thomas Helm und Kirchenpfleger Josef Beer (von links) von St. Martin machen sich ein Bild von den baulichen Schäden im Sockelbereich der Schulkirche. Die Sanierungsarbeiten sind dieser Tage angelaufen. Bild: ads
Stadtpfarrer Thomas Helm und Kirchenpfleger Josef Beer (von links) von St. Martin machen sich ein Bild von den baulichen Schäden im Sockelbereich der Schulkirche. Die Sanierungsarbeiten sind dieser Tage angelaufen.

Die altehrwürdigen Gotteshäuser – wie die Amberger Schulkirche – haben als Kunst- und Kulturschätze einen immensen Wert, aber auch eine unschätzbare emotionale Bedeutung für Gläubige. Gründe genug die Kirchen, die auch unter dem Denkmalschutz stehen, zu erhalten, was nicht selten einen großen baulichen Aufwand über mehrere Jahre mit enormen Kosten erfordert. Seit 2020 laufen die Außensanierungen an der Basilika St. Martin, die in vier Bauabschnitten binnen vier Jahren erfolgen sollen und mit 5,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. Neben ihrer Hauptkirche mit der Basilika muss die Pfarrei St. Martin aber auch ihre die Nebenkirchen wie Frauenkirche und Schulkirche in Schuss halten. Dieser Tage ist eine Baumaßnahme an der Schulkirche angelaufen. Das Gotteshaus wurde ab 1697 gebaut und 1699 eingeweiht, 1758 wurde es erweitert und dem Hl. Augustinus geweiht. Der Heilige Augustinus und Franz von Sales thronen als Steinfiguren auf den Segmentgiebeln des prächtigen Portals.

Gesamtkosten 200 000 Euro

Stadtpfarrer Thomas Helm und der Kirchenpfleger von St. Martin, Josef Beer, trafen sich zu einem Ortstermin an der Schulkirche und machten sich ein Bild von den baulichen Schäden am Sockel der Kirche auf zwei Meter Höhe und auf die volle Länge der Kirche. Neben der Sanierung des Sockels müsse im Dachgeschoss ein Brandschutzfenster erneuert werden, informierte Beer. Die Sanierungsmaßnahme schlage nach seinen Aussagen mit Gesamtkosten in Höhe von 200 000 Euro zu Buche, davon würden 50 Prozent die Diözese tragen, 15 000 Euro das Bayerische Amt für Denkmalpflege, 7200 Euro die Bayerische Landespflege und 7000 Euro der Bezirk Oberpfalz. Die restlichen Kosten müssten aus Eigenmitteln von St. Martin geschultert werden, bemerkte Josef Beer.

Der Kirchenpfleger erinnerte, dass man auf den Erhalt der Schulkirche stets ein Augenmerk gelegt habe und so sei nach der Generalsanierung von 1983 bis 1993 eine Sicherung des Dachstuhls im Jahr 2011 erfolgt. Der Startschuss für die Sanierung der maroden Fassade der Schulkirche fiel 1919 mit der Sanierung des prächtigen Eingangsportal samt Giebel mit den Darstellungen des Hl. Augustinus und Franz von Sales.

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Amberg23.11.2020
 
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