31.03.2020 - 10:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Austauschtreffen zum Projekt "Jan Hus auf der Goldenen Straße"

Jan Hus entlang der Goldenen Straße – ein Thema, das ausgehend vom Verein Via Carolina – Goldene Straße nun auch auf den Landkreis Amberg-Sulzbach überschwappt.

Projektleiterin Ilona Hunsperger stellte die Inhalte des Projekts „Jan Hus entlang der Goldenen Straße“ vor. Zuvor berichteten 1. Vorsitzender Alfred Wolf (2.v.l.) über die Arbeit des Vereins Via Carolina – Goldene Straße e.V. und Rainer Christoph (links), Leiter der Arbeitsgruppe Goldene Straße, über die Bedeutung des Jan Hus.
von Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-EhenbachProfil

Dieses transnationale Projekt, das über den Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE), Ziel Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ), gefördert wird, will einen Fernwanderweg auf Jan Hus‘ letzter Route von Prag bis Konstanz etablieren. Von Bärnau bis Nürnberg verläuft die Strecke auf dem bestehenden Wanderweg Goldene Straße.

Groß war das Interesse am ersten Austauschtreffen zu dem Projekt, das die AOVE in Absprache mit dem Verein Via Carolina – Goldene Straße organisiert wurde und im Gasthaus zur Linde in Krickelsdorf stattfand. Zunächst stellte Vorsitzender Alfred Wolf den Verein und dessen bisherigen Projekte vor. Rainer Christoph als Leiter der Arbeitsgruppe Goldene Straße verschaffte den Anwesenden einen Eindruck von der Bedeutung des Jan Hus für Bayern und Böhmen. Er erzählte zudem von vergangenen Aktionen wie einer Wanderung mit einem Handelswagen auf der Goldenen Straße und der Aufführung eines Theaterstücks zu diesem Thema.

Das aktuelle Projekt stellte dessen Leiterin Ilona Hunsperger vor. Sie nannte als Ziel, einen Fernwanderweg auf Jan Hus‘ letzter Route von Prag bis Konstanz zu etablieren. Ein Teilstück davon werde auf dem bestehenden Wanderweg Goldene Straße von Bärnau bis Nürnberg verlaufen. „Dabei steht das Erlebnis der grenzüberschreitenden Wanderung, die Respektierung der lokalen Kulturwerte und kulturell-aufklärerische Tätigkeiten zur Lehre des Jan Hus im Vordergrund“, betonte sie.

Der Verein Via Carolina – Goldene Straße ist für den Abschnitt zwischen Bärnau und Nürnberg zuständig. In Tschechien arbeitet die Regionalentwicklungsagentur Pilsen an dieseem Thema. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE), Ziel Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ), mit einer Gesamtsumme von 462 000 Euro. Interessierte Kommunen entlang der Goldenen Straße können sich als Partner an dem Projekt beteiligen. Diese Kooperation beinhaltet einen sogenannten Meilenstein mit öffentlicher Einweihung, eine Wanderausstellung, Kartenmaterial, Internetauftritte und weitere Maßnahmen. Anfang Juni soll es eine Feier zum Gedenken an den Todestag von Jan Hus geben.

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