04.06.2019 - 14:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Auszeichnung zum Geburtstag: Dandorfer neuer Ehrenbürger

Mit dieser Auszeichnung geht Amberg sparsam um. Seit mehr als zehn Jahren hat der Stadtrat keinen Ehrenbürger mehr ernannt. Bis Montagabend.

Alt-Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer wird Ehrenbürger der Stadt Amberg. Am Mittwoch, 5. Juni, feiert Dandorfer seinen 70. Geburtstag.
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Altoberbürgermeister Wolfgang Dandorfer wird in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Amberg ernannt." So lautet der Beschluss, den der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung getroffen hat. Laut Pressesprecherin der Stadt, Susanne Schwab, hat Oberbürgermeister Michael Cerny die Auszeichnung angeregt. Das Votum ist einstimmig gefallen. Anlass ist der heutige 70. Geburtstag des Ex-Rathauschefs.

In einer Mitteilung an die Presse würdigt die Stadt "das umfassende Engagement des Politikers", der 1978 auf der CSU-Liste als damals jüngstes Mitglied in den Stadtrat gewählt worden war, der von 1982 bis 1990als CSU-Abgeordneter im Landtag saß und 1990 zum Oberbürgermeister gewählt wurde. 24 Jahre lang - bis 2014 - hatte er dieses Amt inne.

Großer Sachverstand

"Wolfgang Dandorfer verstand sein kommunales Mandat als Auftrag und Verpflichtung", würdigt Cerny seinen Amtsvorgänger. "Seine Arbeit war von großem Sachverstand geprägt. Das Wohl der Stadt Amberg und ihrer Bürger lag ihm stets am Herzen und bestimmte seine Entscheidungen." Er habe maßgeblichen Anteil daran, dass Amberg heute zu einem attraktiven Arbeits- und Wohnstandort geworden sei - "mit einem innovativen Wirtschaftsklima, einer intakten, historisch wertvollen Innenstadt, einer modernen Infrastruktur sowie einem hohen Freizeit- und Naherholungswert", betont Cerny. Er freue sich bereits auf den Festakt zur Verleihung, der laut Susanne Schwab noch nicht terminiert ist. "Auf Wolfgang Dandorfers Initiative gehen zahlreiche überaus erfolgreiche Entscheidungen sowie Projekte zurück", heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Von ACC bis OTH

Genannt werden beispielhaft die Errichtung der Hochschule (OTH), die Ausrichtung der Landesgartenschau 1996 und der Landesausstellung zum Winterkönig 2003, die Gründung der Metropolregion Nürnberg und viele große Bauprojekte: Kongresszentrum (ACC), Stadtwerke-Zentrale, Jugendzentrum Altes Klärwerk, Trimax-Sporthalle oder städtische Seniorenheime. Dandorfer sei auch ein engagierter Förderer der Amberger Wirtschaft gewesen. Etliche Neuansiedlungen von Unternehmen gingen auf seine Initiative zurück.

Info:

Gratulation aus dem Innenministerium

"Als Stadtrat und Oberbürgermeister hast Du mehr als drei Jahrzehnte wertvolle Arbeit für die Stadt Amberg geleistet. Acht Jahre hast Du engagiert als Abgeordneter im Bayerischen Landtag gewirkt. Mit Weitsicht, mit Tatkraft und mit Leidenschaft hast Du über 24 Jahre hinweg die Geschicke Ambergs als Oberbürgermeister verantwortet." Mit diesen Worten gratulierte Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann dem Amberger Altoberbürgermeister Wolfgang Dandorfer zu dessen 70. Geburtstag am 5. Juni. Herrmann schreibt in seinem Glückwunschbrief, die Stadt Amberg habe in dieser Zeit eine beachtliche Entwicklung genommen und sichtlich an Attraktivität gewonnen. "Mit einer Reihe bemerkenswerter Projekte hast Du im wirtschaftlichen, im sozialen, im kulturellen und im bildungspolitischen Bereich zukunftsweisende Akzente gesetzt", lobte der Minister.

Die Ansiedelung der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden sei dabei ein besonderer Erfolg gewesen, der Stadt und Umland gleichermaßen noch immer zu Gute kommt. "Über die Grenzen der Stadt Amberg hinaus hast Du Dich für die Belange aller Städte über Jahre hinweg mit Deiner Erfahrung und Deiner Kompetenz auch im Bayerischen und im Deutschen Städtetag verwendet", so Herrmann. Die Dandorfer verliehenen hohen Auszeichnungen wie die Kommunale Verdienstmedaille in Silber, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Bayerische Verdienstorden sprechen laut Innenminister für sich. Deshalb sei es ihm ein großes Anliegen, Dandorfer seinen besonderen Dank und seine Anerkennung für dessen überaus verdienstvolles Wirken im Dienst der kommunalen Selbstverwaltung auszusprechen.

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