Von der Politik hat sie sich Schritt für Schritt verabschiedet. Ihr Engagement für die Schwangerenberatung und den Hospizverein behält sie aber bei. Wenn der Mensch am schwächsten ist - am Lebensanfang und am Lebensende -, dann steht Barbara Lanzinger zur Seite. Seit mehr als 40 Jahren schon, auch während ihrer Zeit als Abgeordnete in Berlin und bestimmt auch über ihren 65. Geburtstag hinaus.
Als Barbara Schatz wurde die Jubilarin 1954 in Neubernricht geboren. Das Dorf gehörte damals zur selbstständigen Gemeinde Ammersricht. Selbstständig war auch Barbara, das bekamen schnell auch Eltern und Lehrer mit. Nach dem Besuch von Schwestern- und Fachoberschule studierte sie Sozialpädagogik in Nürnberg und fand dann beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) quasi eine Lebensaufgabe.
Irgendwie muss Alt-Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer Ende der 1970er-Jahre Anteil daran gehabt haben, dass die junge Sozialpädagogin in die Politik ging. Jedenfalls besuchte sie damals gerne das sogenannte "H10" – das zu einer Art Jugendtreff umgebaute Büro der Jungen Union in der Herrnstraße 10. Auch Dandorfer ging dort ein und aus. Und als jemand für den Landesvorstand der JU gesucht wurde, schlug er Barbara Schatz vor. Mit Erfolg. "Das Schätzchen im Landesvorstand", lautete daraufhin die Schlagzeile.
Es folgte ein Sitz im Stadtrat, ein Bundestagsmandat, die Posten der Bürgermeisterin und der Bezirksvorsitzenden der Frauen Union. All diese Ämter hat Barbara Lanzinger in den vergangenen Jahren sukzessive abgebaut. "Um jüngeren Platz zu machen", wie sie selbst sagt. Und auch, um sich wieder mehr um die Familie zu kümmern. Ihr Mann und ihre drei Töchter werden am Sonntag im kleinen Kreis auf den Mittelpunkt ihrer Familie anstoßen.
Ganz ohne öffentliches Engagement geht es dann aber doch nicht. Im Sommer vergangenen Jahres hat Barbara Lanzinger den Verein "Dem anderen begegnen" mitgegründet, eine Organisation, die sich für ein friedvolles Miteinander der Religionen und Weltanschauungen in Amberg einsetzt. "Der Verein ist mir wirklich ein Herzensanliegen", sagt sie. Dem anderen begegnen, das wird das Geburtstagskind also weiterhin bei vielerlei Anlässen. Da bietet sich dann auch die Gelegenheit zu gratulieren.















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