Während der Landesgartenschau, als die Plätten erstmals auf der Vils schipperten, war die Hauptanlegestelle an der Bleichwiese beim ACC, später wurde sie an die Schiffbrücke in der Altstadt verlegt. Dort war es für Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind, sehr schwierig, an Bord zu gelangen. Deshalb wurde von April bis Juli die Anlegestelle am ACC barrierefrei ausgebaut. Im Zuge der Maßnahme wurde noch ein barrierefreier Fußweg zum Ufer gebaut. Die neue Konstruktion (Stahl hat das Holz ersetzt) ist nach Worten von Oberbürgermeister Michael Cerny für die Plätte von beiden Seiten anfahrbar, was ein stabileres Anlegen ermöglicht. Die Plattform ist acht Meter lang und 2,40 Meter breit. Lediglich eine Hürde bleibt trotz barrierefreier Anlegestelle bestehen: Mit Rollstuhl oder Rollator auf die Plätte zu gelangen. "Da könnte es sein, dass wir das über die Plätte lösen müssen", überlegte er bei der Einweihung am Montagvormittag. Eventuell sei eine ausklappbare Plattform notwendig. "Da wird sich eine Lösung finden", zeigte sich einer der Plätten-Kapitäne zuversichtlich. Der Steg werde die nächsten Jahrzehnte halten, meinte der OB, der die Gesamtkosten mit 37 000 Euro angab. Dass die Plättenfahrten sehr beliebt sind, belegte Kulturreferent Wolfgang Dersch mit Zahlen. 2017 verzeichnete die Tourist-Info insgesamt 807 Fahrten, was ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Und 2018 sind es jetzt schon 861 Fahrten, obwohl für die Saison erst Halbzeit ist, freut sich Dersch über diese steigende Tendenz. Er verwies noch auf die äußert positiven Bewertungen im Internet für diese Attraktion. "Die Plättenfahrten sind schon etwas Besonderes." Er würdigte auch das schöne Fleckchen, an dem sich die Anlegestelle befindet: direkt an der Kunstwanderweg-Station und mit weiteren Kunstwerken in Blickweite. Bewohner des Marienheims testeten sogleich die Barrierefreiheit an der neuen Anlegestelle, in deren Gestaltung auch das Bündnis für Inklusion eingebunden war.
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