Amberg
25.02.2026 - 17:16 Uhr

„Bass gegen Hass“: Zweite Auflage im Trio Club Amberg

Am 28. Februar geht "Bass gegen Hass" im Trio Club in Amberg in die zweite Runde. Wie DJ und Mitorganisator Mario Donhauser erklärt, geht es bei der Veranstaltung um weit mehr als nur um einen Club-Abend.

Die Organisatoren von "Bass gegen Hass" setzen sich für Vielfalt und Toleranz ein. DJ und Organisator Mario Donhauser (Vierter von rechts) hat mit Oberpfalz-Medien über die Veranstaltung gesprochen. Archivbild: Mario Donhauser
Die Organisatoren von "Bass gegen Hass" setzen sich für Vielfalt und Toleranz ein. DJ und Organisator Mario Donhauser (Vierter von rechts) hat mit Oberpfalz-Medien über die Veranstaltung gesprochen.

Am Samstag wird es wieder laut im Amberger Trio. „Bass gegen Hass“ geht in die zweite Runde. Und wie der Titel schon verrät, geht es um mehr als nur einen Party-Abend. „Ziel ist es, ein klares Zeichen gegen Hass und für ein buntes Miteinander zu setzen, insbesondere im Vorfeld der Kommunalwahl“, sagt Philipp Pietsch von Kunterbunt Amberg. Der Verein organisiert die Veranstaltung zusammen mit dem Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte, den Omas gegen Rechts Amberg-Sulzbach, der Falschen Farm und verschiedenen Künstlern.

Einer der DJs an dem Abend ist Mario Donhauser, der unter seinem Künstlernamen Dodyssee auflegen wird. „Das Ganze ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, in der aktuellen politischen Lage ein Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt – eben klar gegen Rechts und gegen Rechtsextremismus – zu setzen“, sagt er. Und das müsse nicht immer mit Demos und lauten Parolen passieren. Ihm zufolge geht das Ganze auch niedrigschwelliger. Tanzen, feiern und durch die bloße Anwesenheit Empathie und Solidarität zum Ausdruck bringen.

Ein "Safespace" zum Netzwerken

Gleichzeitig wollen die Initiativen mit Blick auf die Kommunalwahl auch noch einmal deutlich machen, dass sie da sind und gehört werden wollen. Donhauser: „Wir setzen nicht nur ein Zeichen gegen Hass, sondern auch klar eines für ein buntes Miteinander. Wir wollen zeigen, was zusammen alles möglich ist, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können. Und wir wollen darauf aufmerksam machen, welche Leute in Bezug auf die Wahl gehört und wahrgenommen werden sollten.“ „Bass gegen Hass“ soll dem DJ zufolge ein „Safespace“ sein, bei dem jeder offene und tolerante Mensch feiern kann, ohne Angst haben zu müssen, ausgegrenzt oder angefeindet zu werden. „Was dazu kommt, ist, dass es die Möglichkeit zum Netzwerken gibt, weil ja doch einige Initiativen daran beteiligt sind. Wer sich also für die Arbeit von Kunterbunt, der Falschen Farm, des OBTM oder der Omas gegen Rechts interessiert, kann da einfach und unverbindlich mal ins Gespräch kommen“, sagt Mario Donhauser.

Weil „Bass gegen Hass“ so gedacht ist, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben soll, mal einen Clubabend zu erleben, kostet die Veranstaltung auch keinen Eintritt. Die Organisatoren bitten aber um Spenden und schlagen vor, dass jeder, der kann, sieben Euro gibt. Kann sich das jemand nicht leisten, ist er trotzdem willkommen. Jeder soll so viel geben, wie er kann. Von den Spenden sollen zunächst die Kosten für die Veranstaltung gedeckt werden. Was übrig bleibt, soll eine zivilgesellschaftliche Organisation bekommen. Beim ersten „Bass gegen Hass“ kamen so 1000 Euro für die Omas gegen Rechts zusammen.

Vielfalt in der Musik

So vielfältig wie die Veranstaltung soll auch die Musik an dem Abend sein. Bei der Aufzählung, was alles geboten ist, gerät Donhauser ins Schwärmen. "Da ist die Analog-Live-Musik von Mustafa Almadi. Die ist fantastisch. Dann haben wir DJs aus verschiedenen Crews der Stadt. Die DJane TINKA von Glashouse ist mit dabei. Das ist mal ein anderer Sound." Auch Mario (Dodyssee) und sein Bruder Thiemo (THMSN) Donhauser legen auf. Neben "groovigem Techno und Tech-House" sei auch die Auftritte von MSHA und DEFIANTT ein Leckerbissen. "MSHA aus Sulzbach-Rosenberg legt echte Platten auf und DEFIANTT steht für einen richtig tanzbaren Sound."

Zusammengefasst beschreibt es Donhauser so: „Wir wollen vor der Kommunalwahl einfach noch mal zeigen, dass wir da sind, dass wir Teil des Stadtbilds sind und dass unsere Stadt tolerant, bunt und vielfältig ist.“

Die Eckdaten

Die Veranstaltung beginnt um 21 Uhr und endet um 5 Uhr morgens. Teilnehmen können Personen ab 16 Jahren, Minderjährige benötigen jedoch eine volljährige Begleitperson sowie eine schriftliche Erziehungsbeauftragung, heißt es in einer Pressemitteilung von Kunterbunt.

 
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