10.03.2019 - 16:17 Uhr
AmbergOberpfalz

Baumesse-Trends: Intelligent und sparsam

Über 4000 Besucher und über 100 Aussteller: Die Zahlen der Baumesse sprechen seit 24 Jahren für sich. Während zu den Anfangszeiten das Bauen mit Holz gerade hip geworden war, liegen die Trends heuer bei Energiesparen und Smart-Home.

Die Baubranche boomt. Das ist auch an den Besucherzahlen auf der Baumesse zu erkennen. heuer kommen am Samstag und Sonntag über 4000 Gäste in das Kongresszentrum.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Veranstalter Thomas Resch zieht am Sonntag ein positives Fazit. Der Marktplatz rund um Planen, Bauen und Wohnen ist auf dem Zenit angelangt. Resch bezeichnete die Besucherresonanz heuer als "sehr, sehr gut". Er geht davon aus, dass es eine der bestbesuchtesten Baumessen der vergangenen 24 Jahre ist.

ONETZ: Warum ist das Energiesparen seit Jahren ein Dauerbrenner auf der Baumesse?

Thomas Resch: Jeder will so wenig wie möglich Energie in seinen eigenen vier Wänden verbrennen. Da gibt es die vielfältigsten Möglichkeiten und darüber möchten sich die Leute informieren.

ONETZ: Welchen neuen Trend können Sie heuer ausmachen?

Thomas Resch: Nicht neu, aber erst seit vergangenem Jahr gibt es das Thema Smart-Home. Die Kunden beschäftigen sich beispielsweise damit, wie sie ab 17 Uhr, wenn sie Feierabend haben, die Heizung zu Hause schon mal aufdrehen können, damit es kuschelig warm wird. Dieser Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Das wird von Jahr zu Jahr mehr.

ONETZ: Wie charakterisieren Sie den typischen Baumesse-Besucher?

Thomas Resch: Vom Alter her ist es querbeet. Angefangen von den wirklich jungen Ehepaaren um die 25, die sich damit beschäftigen in absehbarer Zeit, ein eigenes Nest zu bauen, geht es bis zur Generation 65 plus, die ihr Eigenheim modernisieren und renovieren will. Alles ist dabei.

ONETZ: Gibt es beim derzeitigen Bauboom auch Betriebe, die auf eine Messe-Teilnahme verzichten?

Thomas Resch: Es ist definitiv so, dass die Handwerker gut ausgebucht sind, aber sie schauen auch über ihren Tellerrand. Sie sagen, irgendwann wird aus der Hoch- eine Tiefphase. Und an wen erinnert sich dann der mögliche Kunde? An die, die er die letzten zehn Jahre auch auf der Messe gesehen hat. Die Auftragsbücher sind definitiv voll, die Handwerker gut ausgelastet. Aber Betriebe planen langfristig und da ist es wichtig, jetzt Präsenz zu zeigen. Mit dem Wissen, dass die Auftragslage auch wieder schlechter werden kann.

ONETZ: Heuer gab's zum ersten Mal ein Job-Portal. Wurde es angenommen?

Thomas Resch: Die Resonanz der Aussteller war sehr gut. Sie haben uns offene Stellen zugeschickt. Ob potentielle Bewerber auf der Messe waren und ob Gespräche stattgefunden haben, werde ich nächste Woche erfahren.

Veranstalter Thomas Resch.
Auch im Außenbereich präsentieren sich die Aussteller.
Die Baumesse ist der perfekte Ort, um Fachgespräche zu führen.
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