Amberg
29.10.2026 - 11:57 Uhr

Bayernwerk Netz modernisiert Hochspannungsleitung zwischen Amberg und Schwandorf

Die Bayernwerk Netz GmbH startet am 2. November die Modernisierung der Hochspannungsleitung zwischen Amberg und Schwandorf. Neue Maste und Blitzschutzseile sollen die Sicherheit erhöhen.

An der Ausfahrt Amberg-Süd überspannt die Hochspannungsleitung die A6. Die Bayernwerk Netz erneuert nun die beiden Masten neben der Autobahn und tauscht das Blitzschutz-Seil auf der gesamten Leitung. Bild: Bayernwerk Netz GmbH
An der Ausfahrt Amberg-Süd überspannt die Hochspannungsleitung die A6. Die Bayernwerk Netz erneuert nun die beiden Masten neben der Autobahn und tauscht das Blitzschutz-Seil auf der gesamten Leitung.

Die Bayernwerk Netz GmbH hat angekündigt, ab Montag, 2. November, die Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Amberg und Schwandorf zu modernisieren. Der Verteilnetzbetreiber ersetze zwei Maste neben der A 6 südlich von Amberg durch stärkere, höhere Modelle, heißt es in einer Pressemitteilung der Bayernwerk Netz GmbH. Zusätzlich erhalte die 22 Kilometer lange Leitung neue Blitzschutzseile. Die Arbeiten würden durchgeführt, um die Leitung an aktuelle Sicherheitsanforderungen bei Autobahnquerungen anzupassen. Die Gesamtkosten für die Ertüchtigung beliefen sich auf rund 3,7 Millionen Euro.

Die Hochspannungsleitung zwischen Amberg und Schwandorf sei seit rund 100 Jahren eine wichtige Verbindung im regionalen Stromnetz. Sie stamme ursprünglich aus den 1920er Jahren. „Die Leitung überspannt zwischen zwei Masten die A6. Nach mehr als 100 Jahren Betrieb entspricht der Zustand dieser Masten nicht mehr den Sicherheitsstandards, die heute für eine Kreuzung mit der Autobahn gelten. Dementsprechend ersetzen wir sie nun zügig“, wird Armin Feustel, Bauprojektleiter Bayernwerk Netz, in der Mitteilung zitiert.

Arbeiten beginnen im November

Der Beginn der Arbeiten ist für Montag, 2. November, geplant. Für die Umsetzung habe Bayernwerk Netz die Firma Mline-Energie-FlexCo beauftragt, eine Spezialfirma aus Österreich. Die Fachleute errichten zunächst neue Fundamente und die Mastfüße für die beiden Ersatzmaste beiderseits der A6 in der Nähe der Anschlussstelle Amberg-Süd. Parallel dazu erneuern sie auf allen Masten entlang der Freileitung zwischen den Umspannwerken Schwandorf und Amberg das Blitzschutzseil.

Anfang 2027 werden laut der Mitteilung die neuen, etwas höheren Masten leicht versetzt aufgebaut und die Seile auf die neuen Masten umgelegt. Im Zuge dessen tausche die Fachfirma auf einem Teilstück von drei Kilometern bei Ebermannsdorf auch die Leiterseile, um sie an die neuen Maststandorte anzupassen. Im letzten Schritt werden die beiden Bestandsmasten vollständig abgebaut. Die neuen Masten entstünden in unmittelbarer Nähe zu den heutigen Standorten. Der Verlauf der Leitung bleibe so nahezu unverändert. Der Abschluss der Bauarbeiten sei für Ende März 2027 vorgesehen.

Stromversorgung sichergestellt

Die Stromversorgung in der Region bleibe während der gesamten Bauzeit gewährleistet, versichert der Verteilnetzbetreiber. Während notwendiger Schaltungen stünden alternative Leitungsverbindungen zur Verfügung, sodass die Versorgung aufrechterhalten bleibe. Mit den Eigentümern und Bewirtschaftern der Flächen, auf denen gebaut wird, stehe die beauftragte Baufirma im Austausch. Für die Arbeiten im Bereich der Autobahn erfolge eine enge Abstimmung mit der Autobahn GmbH des Bundes.

Mittelfristig plant der Netzbetreiber den Ersatzneubau der Leitung von Schwandorf in nordwestlicher Richtung bis in den Raum Ensdorf. Dort soll ein neues Umspannwerk errichtet werden. In diesem Zuge plant Bayernwerk Netz, einzelne Masten zwischen Ensdorf und Amberg zu erneuern und die Leiterseile zu ersetzen. Damit solle die Region zuverlässig mit Strom versorgt und regionaler Strom aus erneuerbaren Energien aufgenommen und verteilt werden.

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