18.12.2019 - 10:52 Uhr
AmbergOberpfalz

Beeindruckendes Adventskonzert der Dr.-Johanna-Decker-Schulen

Vor vier Wochen waren alle Ensembles der Dr.-Johanna-Decker-Schulen bei der 180-Jahr-Feier gefordert. Nun präsentierten sie in der Ammersrichter Kirche St. Konrad ein Adventskonzert, das die Zuhörer auf die Weihnachtszeit einstimmte.

Bläserensemble
von Helmut FischerProfil

Großes Kompliment den Schülerinnen: Der Konzert-Ort war geschickt gewählt worden. In der großen Kirche hatten alle Mitwirkenden genügend Platz neben dem zahlreichen Publikum. Los ging es mit einer Intrada für Bläserensembles. Mit Unterstützung von zwei Lehrern wurden Klarinetten, Flöten, ein Saxofon sowie das Blech mit Tuba und Trompeten zu einem erstaunlich variablen Ensemble vereint. Die einzelnen Instrumentengruppen hatten jeweils ihre eigenen Stationen und steigerten sich im Gesamtklang zu einer eindrucksvollen Präsentation. Später ergänzten sie diesen klangvollen Einstieg mit Händels "Tochter Zion".

50 Mädchen vor dem Altar

Ein Aktivposten sind die Chöre der Decker-Schulen. Beim Unterstufenchor standen etwa 50 Mädchen vor dem Altar. Geführt von Regina Fibich-Wiesmeth am E-Piano hatten sie mit "Hosianna, schmückt den Weg" einen schwungvoll gesungenen Einstieg und präsentierten mit guter Textverständlichkeit "Das erste Licht - es ist Advent". Das Stück "Hand in Hand" ergänzte diese vielseitigen Darbietungen. Eine tolle Überraschung waren die Sängerinnen von Chor-4-rückt. Da sangen vier Mädchen der Klassen 7 und 8 mit ausgesprochen gut ausbalancierten Stimmen bei "I see a star" und boten bei "Holy, holy" mit den MILKA-Singers, die diesmal nur zu zweit waren, einen eindrucksvollen Auftritt. Sie präsentierten mit "You are my all in all" eine sehr schöne Ballade, bei der die jungen, strahlenden Stimmen mit dezenterer Klavierbegleitung noch besser zur Geltung gekommen wären.

Souverän und sauber gespielt

Im zweiten Vortrag, diesmal mit Theresa Boßer (Jahrgangsstufe 12) am Klavier, waren sie bei "Wir sind immer auf der Suche" ein gut abgestimmtes Team. Ein Juwel steht in St. Konrad mit der aus Essen importierten Sandtner-Orgel. So war es selbstverständlich, dass das Instrument auch zum Klingen gebracht wurde. Das geschah durch Eva Ringer mit einem souverän und sauber gespielten Trio von Josef Renner und erfuhr die Steigerung mit Johann Sebastian Bachs anspruchsvollem Präludium und Fuge a-Moll, gespielt von Katharina Müllers.

Zwischen den einzelnen musikalischen Blöcken waren besinnliche Texte eingefügt, die von Madeleine Höreth und Julia Lankes im Wechsel gesprochen wurden. Unter anderem mit "Bereitet den Weg des Herrn" und "Adventskalender-Türen öffnen" brachten sie eindringlich die adventliche Botschaft rüber. Den Kammerchor anzuhören, ist stets eine Freude. Mit Franz Hanauska am Klavier zeigten 14 junge Damen beim schlichten, aber eindringlich gesungenen "Kyrie", wie auch beim interessanten Chorsatz "Hebe deine Augen auf" ihre stimmliche Schulung und ihren ausbalancierten Chorklang. "Good news" sangen sie mit erkennbarer Freude und Begeisterung. Laura Lankes konnte sich bei "Trumpet Voluntary" von Jeremiah Clarke von ihrer besten Seite zeigen, partnerschaftlich unterstützt von zwei Lehrern. Der Schluss gehörte dem großen Schulchor. Mit 50 singenden jungen Damen bot er einen eindrucksvollen Auftritt. Da kam bei "O Herr, wenn du kommst" die Mehrstimmigkeit bei diesem rhythmisch geprägten Satz differenziert zum Klingen. Als eigene Gruppe gaben dabei vier Sängerinnen als Oberstimme dem Vortrag eine besondere Note.

Gute Textverständlichkeit

Auch die schöne Ballade "Wo ich auch stehe" mit der eindrucksvollen Textzeile "Herr, du richtest mich wieder auf" wurde nicht nur stimmig gesungen, sondern die Akteure überzeugten zusätzlich durch gute Textverständlichkeit. Alle Mitwirkenden nahmen vor dem Altar stehend den gesammelten großen Beifall entgegen, bevor der Abend mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Macht hoch die Tür", von Bernhard Müllers an der Orgel variationsreich begleitet, zu Ende ging.

Unterstufenchor
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