23.07.2019 - 16:52 Uhr
AmbergOberpfalz

Beim Müll bleibt alles beim Alten

Die Entwicklung der Müllmengen in der Stadt ist immer auch ein Gradmesser dafür, wie fleißig die Amberger ihren Müll trennen, wie umweltbewusst sie sind und wie gut oder schlecht es der hiesigen Wirtschaft geht.

Wo landen am Ende die Gelben Säcke? Das wollte Stadtrat Hans-Jürgen Bumes im Umweltausschuss wissen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Umweltreferent Bernhard Mitko gab die - wenig überraschenden Zahlen - im Umweltausschuss bekannt. Erste Nachricht: Die Verwertungsquote in der Stadt Amberg, also der Anteil am Müll, der eigentlich wiederverwertet werden kann, liegt seit Jahren stabil bei 66 Prozent. Wobei Mitko auf Nachfrage von Hans-Jürgen Bumes (Grüne) nicht darüber Auskunft geben konnte, was zum Beispiel mit dem Inhalt der Gelben Säcke nach dem Abtransport durch den Verwerter geschieht.

"Da haben wir keinen Einblick, die Prozesse laufen außerhalb des Stadtgebiets. Das ist nicht unsere Kompetenz, wir können nur hoffen, dass man seine Pflicht hier ernst nimmt", sagte Mitko mit Blick auf die Frage von Bumes, wo denn die Stoffe aus den Gelben Säcken am Ende landen - möglicherweise auf einer Deponie irgendwo in Südeuropa, so vermutete er. Ansonsten ändert sich die Zusammensetzung der Müllmengen von Jahr zu Jahr. Diesmal gibt es mehr Altmetall und Altholz, dafür weniger Sperrmüll. Beim Restmüll hat sich hingegen fast nichts geändert. Von 6353 Tonnen im Jahr 2017 stieg das Aufkommen 2018 um 0,46 Prozent auf 6382 Tonnen, 148,23 Kilo pro Einwohner und Jahr.

Einen Anstieg um fast 20 Prozent gibt es hingegen beim Gewerbemüll. Von 2248 (2017) auf 2689 Tonnen. Auf der anderen Seite fiel aber der Anteil des energetisch verwerteten Gewerbeabfalls um fast die gleiche Tonnage. Wenig Veränderungen also beim Müll und eine ungeklärte Frage.

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