11.09.2019 - 17:27 Uhr
AmbergOberpfalz

Beppi zieht von Luitpoldhütte zu Gymnasium um

Der Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit testet laut seiner Sprecherin Julia Rösch derzeit im Stadtgebiet eine teilstationäre Blitzer-Anlage.

Der Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit testet derzeit eine teilstationäre Blitzer-Anlage. Der Betrieb soll drei Monate laufen.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

In mehreren Facebook-Gruppen wurde diese bereits intensiv diskutiert und sogar mit einem Namen versehen: Beppi. Mit anderen Worten: Das Gerät des Herstellers Jenoptik, das zunächst für drei Monate ausprobiert werden soll, ist in Amberg derzeit in aller Munde.

Sandra Schmidt, die kommissarische Geschäftsführerin des Zweckverbandes, hat nichts dagegen: "Das ist genau der Effekt, den wir erzielen wollen. Zwar wird die Semi-Station nicht zum Allheilmittel gegen notorische Verkehrssünder avancieren, aber durch ihren mehrtägigen Einsatz dazu führen, Geschwindigkeitsverstöße zu senken und die Verkehrssicherheit so nachhaltig zu erhöhen." In Amberg werde noch immer viel zu oft zu schnell gefahren, "wie gerade erst die Ring-Raser-Aktion gezeigt hat", sagt Schmidt und fügt hinzu: "Dem wollen wir entgegenwirken."

1052 Fahrer zu schnell

Insgesamt erwischten die Verkehrsüberwacher bei der Aktion, die an sieben Tagen im Juli und August stattfand, 1052 Fahrer, die an neuralgischen Punkten rund um den Amberger Altstadtring zu schnell waren. Gravierendster Verstoß dabei - die Spitzengeschwindigkeit von 144 Kilometern pro Stunde statt den erlaubten 50 in der Sulzbacher Straße auf Höhe der Luitpoldhütte. An dieser Stelle kam Beppi auch vor drei Wochen zum Premieren-Einsatz. Die Standorte der Semi-Station werden laut Schmidt mit der Polizei besprochen. In der Regel stehe der Anhänger eine Woche lang an derselben Stelle und wird dann an einer anderen wiederaufgebaut - das kann in Amberg oder auch in einer anderen der Zweckverbands-Kommunen der Fall sein. Für den Testbetrieb, der aktuell auf drei Monate angelegt ist, hat sich der Zweckverband aus mehreren Gründen entschieden: "Der Blitzer funktioniert völlig autonom, misst ohne großen Personaleinsatz, stellt keine Anforderungen an die lokale Infrastruktur und zeichnet rund um die Uhr Geschwindigkeitsüberschreitungen in beide Richtungen auf."

Pünktlich zum Schulstart

Zudem ist der Anhänger mit Schutzsystemen versehen, unter anderem mit einer Alarmanlage. Aktuell steht Beppi zum Schulstart in der Raigeringer Straße schräg gegenüber vom Gregor-Mendel-Gymnasium.

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Kommentare

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Hans Weber

Wie es sich wohl mit der Erfassung einer temporären Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem schulischem Bereich verhält ?
Ahndet dieses Semi-Gerät 30-km/h-Sünder von 7 - 17 Uhr und ausserhalb dieses Fensters die 50 km/h-Sünder ?

Als diese 30er-Zone dort eingeführt wurden, sind auch die Ampelphasen nicht angepasst worden - aber die grüne Welle in Amberg ist weit über die Stadtgrenzen hinaus eh schon "die Lachnummer".

Hans W.

12.09.2019