28.06.2020 - 10:22 Uhr
AmbergOberpfalz

Bergfest-Auftakt mit Guardian, Weihbischof und rund 40 Besuchern

Der kirchliche Teil des Bergfestes startet in Amberg unter konsequenter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen. In Corona-Zeiten gibt es Erinnerungen an das Pest-Gelübde aus dem 17. Jahrhundert.

Jede zweite Reihe bleibt frei, die Menschen beten und sitzen zudem mit Abstand.
von Adele SchützProfil

Rund 40 Gottesdienstbesucher erlebten am späten Samstagnachmittag den Bergfest-Auftakt. Da alle Corona-Sicherheitsmaßnahmen eingehalten wurden, war die Kirche damit voll besetzt. Die Bedeutung des Festes unterstrich der Besuch von Reinhard Pappenberger. Guardian Pater Seraphin freute sich, den Weihbischof als Zelebrant begrüßen zu können.Pappenberger ließ wissen, dass es im März mit Beginn der Pandemie lange nicht danach ausgesehen habe, dass es heuer ein Bergfest geben kann: "Wir haben die Pandemie zwar nicht überwunden, doch wir müssen lernen, damit umzugehen." Er erinnerte daran, dass das Gnadenbild und der Berg die Umstände einer Pandemie kennen. Das Gotteshaus sei im 17. Jahrhundert entstanden, als die Amberger nach überstandener Pest Gelübde ablegten. Dies zeige, dass die Hinwendung zur Gottesmutter als Fürsprecherin vor Gott um Hilfe und Schutz Plan A sei. Wörtlich sagte der Geistliche: "Gerade das Bergfest soll uns ermutigen, den Blick auf das Wesentliche, auf den Sohn Gottes, zu richten, damit wir nicht verloren sind, sondern das Leben erlangen. Wobei der Blick auf die Gottesmutter als Fürsprecherin uns Hoffnung schenken soll." Pappenberger war es wichtig, auch die in das Gebet einzuschließen, die aus gesundheitlichen Gründen, wegen ihres Alters oder wegen Gebrechlichkeit nicht mehr zum Bergfest kommen können. Nach dem Gottesdienst musste keiner auf die Stärkung mit Bratwürsten und einer erfrischende Halbe verzichten, denn für die sorgte der Berg-Wirt.

Zu jedem Gottesdienst während der Bergfestwoche ist eine Anmeldung erforderlich, eben wegen der begrenzten Sitzplatzmöglichkeiten von 40 Plätzen pro Gottesdienst in der Kirche. Nur angemeldete Personen können in die Kirche zum Gottesdienst kommen. Alle Gottesdienste finden in der Kirche statt. Es werden keine Gottesdienste am Freialtar zelebriert. Lautsprecherübertragungen in den Außenbereich gibt es nicht. Anmeldungen sind unter 09621/37 60 60 möglich. Die Patres sind am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 und 12 Uhr sowie von 14 und 16 Uhr erreichbar. Freitag ist das zwischen 10 und 12 Uhr unter der Mail-Adresse kloster[at]mariahilfberg-amberg[dot]de möglich. Für die Anmeldung sind Name, Vorname, Telefonnummer und Wohnort nötig. Das kirchliche Bergfest geht noch bis Sonntag, 5. Juli. Von Montag, 29. Juni, bis Mittwoch, 1. Juli, sowie am Freitag, 3. Juli, werden Gottesdienste jeweils um 7 Uhr, 8.30 Uhr, 10 Uhr und um 11 Uhr zelebriert. Am Donnerstag, 2. Juli, ist das um 7 Uhr und 8.30 Uhr der Fall. Um 11 Uhr beginnt der Patroziniumsgottesdienst mit der Predigt von Pfarrer Thomas Helm (St. Martin). Am Samstag, 4. Juli, werden Messen um 7 Uhr, 10 Uhr und 11 Uhr gefeiert. Der Abendgottesdienst beginnt um 17 Uhr. Am Sonntag, 5. Juli, sind die Messen um 6 Uhr, 7 Uhr, 8.30 Uhr und 10 Uhr. Um 11.30 Uhr zelebriert Dekan Markus Brunner aus der Pfarrei St. Georg die Abschlussmesse.

Aus Sicherheitsgründen ist derzeit in den Gottesdiensten nur Handkommunion möglich, zu der zum Bergfest-Auftakt Weihbischof Reinhard Pappenberger zu den Gottesdienstbesuchern auf den Platz kam.

Viele zieht es trotzdem auf den Berg

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